Guten Morgen, Gernot!
Natürlich kann man durch Selbstzensur einen Teil der Realität ausblenden, aber was bringt das? Das ist doch letztlich nichts anderes als die Einnahme sogenannt "bewusstseinserweiternder" Drogen, die in Wahrheit das Bewusstsein verengen.
Was, bitte, soll denn "Selbstzensur" heissen?
Im harten, realen Leben unterhalte ich mich mit Leuten, die mich mit Absicht und Vorsatz ärgern genausowenig wie mit solchen, mit denen ich aufgrund der extremen Verschiedenartigkeit unserer Meinungen garantiert immer wieder aneinandergerate - es sei denn, ich müsste, denn einen Arbeitsplatz habe ich ja auch noch.
Hier bin ich in meiner Freizeit. Wenn ich hier feststellen muss, dass mir die Beiträge eines anderen nichts, aber auch wirklich gar nichts positives bringen, dann setze ich den Betreffenden auf die Blacklist (entweder temporär, sozusangen zur Erholung oder aber dauerhaft, das ist bisher bei zwei Leuten passiert).
Etwas "drogenartiges" sehe ich dabei nicht, sondern nur eine vernünftige Entscheidung. Warum sollte ich die Öffentlichkeit auch mit den persönlichen Differenzen belästigen, die ich mit Dritten habe?
Wir sollten stattdessen uns alle der Realität stellen und versuchen, sie positiv zu verändern.
Wir sollten aber auch in der Lage sein, unsere Grenzen zu kennen - und die Blacklist ist ein sehr gutes Hilfsmittel, um die eigenen Grenzen nicht zu überschreiten.
Wer sich das nicht zutraut, mag aber deinem Rat folgen.
Oh, das ist jetzt aber nicht schön. Das klingt ja wie: "Wer die Blacklist benutzt, ist ein Loser!". Ich hoffe doch sehr, dass du's nicht so meinst!
File Griese,
Stonie
Ein schlechtes Statement spricht für sich - jeder Kommentar ist verschwendete Energie, die einem bei wirklich wichtigen Unterfangen fehlen könnte.