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Hallo

Ich korrigiere meinen Beitrag wie folgt:
Für andere – humanitäre – Katastrophen (z.B. in Mosambique) wird nicht annähernd so viel Geld bereitgestellt. Inzwischen sind es laut Nachrichten 900 Mio €.

Ich verstehe dich, aber es geht ein bisschen in die Richtung von: statt einem (alten) Menschen eine krebstherapie zukommen zu lassen, könnte man in Afrika 100 Kinder vor dem verhungern retten.

Die etwa eine Milliarde EUR, die mittlerweile an Spenden zusammengekommen sind, könnte der Staat Frankreich auch aus der Portokasse zahlen und selbst wenn noch eine zweite dazukommen müsste, wäre das – auch ohne die wegen der Gelbwestenproteste ausgesetzen Mineralölsteuererhöhung – für Frankreich kein Problem. Für den Wiederaufbau von NotreDame muss nicht gespendet werden, kann es aber, wie es ja auch getan wird. Es ist mMn aber bezeichnend, in welchem Maße (generell) für NotreDame gespendet wird und wie verschwindend gering demgegenüber das Spendenaufkommen für Opfer jeglicher Katastrophen ist. Das gipfelt dann in einem Weltbild, in dem Menschenleben nicht zählen. Zumal dann, wenn das Sterben weit weg stattfindet. Menschen kommen und gehen halt.

Es ist zwar wahr, aber man hilft nun mal für das, was einem spontan wichtig ist.

Klar, jeder gewichtet selbst, wofür man sein Geld ausgibt und wofür man spendet. Einen Blick auf das Selbst gewährt das aber eben auch.

Tschö, Auge

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Ein echtes Alchimistenlabor musste voll mit Glasgefäßen sein, die so aussahen, als wären sie beim öffentlichen Schluckaufwettbewerb der Glasbläsergilde entstanden.
Hohle Köpfe von Terry Pratchett
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