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n'Abend,

kennt ihr das, in eurem Bekanntenkreis gibt es mal wieder einen, der ein neues Wort aufgeschnappt hat und sich meint damit wichtig zu fühlen, wenn er es oft genug gebraucht? Kennt ihr sicher, gibt nämlich immer solche irgendwo.

mir ist im Moment zumindest kein solcher Fall bewusst, obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass ich sowas auch schon erlebt habe.

Aber es passt zu diesem Thema, dass mir etwas anderes schon oft aufgefallen ist:
Nämlich a) dass eine Person aus meinem Umfeld ein bestimmtes Wort trotz wiederholter Hinweise immer wieder falsch ausspricht - ein guter Freund meiner Eltern berichtete zum Beispiel gern von seinen Erlebnissen beim Konorarsport[sic!].
Oder b) dass jemand eine bestimmte Floskel inflationär häufig verwendet; mein Schwager zum Beispiel "ein Stück weit", und einer meiner Kollegen benutzt in mindestens jedem dritten Satz "im Prinzip".

Manchmal, eher selten, fallen mir solche Marotten auch bei mir selbst auf; das ist dann höchste Zeit, dass ich mich konzentriere und mir das wieder abgewöhne.

Bei mir entsteht dann eher das Gegenteil, ich ärgere mich darüber, dass viele diesem Knochen hinterherlaufen wie ein Hündchen seinem Stock und habe automatisch eine Ablehnung dagegen.

Kann ich nachvollziehen. ;-)

Sogar bei berechtigten Korrekturen, die uns anders im Gebrauch waren. So war z.B. lange Zeit der umgangssprachliche, wie auch oft literarische Artikel für Zölibat ein "das".

Zölibat war für mich auch "schon immer" sächlich, auch wenn mein Religionslehrer in der Oberstufe mal betont hat, in Fachkreisen hieße es der Zölibat. Ich benutze bis heute noch "das".

Ähnlich Accessoire, früher oft wohklingender (in meinen Ohren, wenn auch falsch), assesuoar, nun extra betont aksessuoar

Da hat mich die falsche Aussprache "ass..." schon immer genervt; das tut weh, wenn man mal ein bisschen Französisch gelernt hat.

Und zum Schluss ganz ehrlich: Transperson habe ich auch nie vorher gehört oder gelesen. Ich bin gespannt, ob sich dieser Ausdruck durchsetzt.

Ciao,
 Martin

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