Antwort an „Auge“ verfassen

Hallo

Was nach meinem obigen Punkt noch an Daten über dich, von denen dein Bekannter nichts wusste, übrigbleibt, wird der Zeitpunkt der Fahrt und der Standort des Blitzers/der Geschwindigkeitskontrolle sein. Keine Ahnung, wie weit das trägt.

Aha, mal sehen ob ich dich richtig verstehe? Also nur weil mein Bekannter weiß wie ich aussehe, kann man ihm ruhig aktuelle Bilder vom zusenden. Ebenso mein Kennzeichen, was sich ja mittlerweile auch geändert haben könnte?

Nein, du verstehst das nicht richtig. Meiner Meinung nach willst du das auch nicht. Du willst nur dein DSGVO-Bußgeld goutiert bekommen.

Ich habe nicht geschrieben, dass man aus den wenigen Daten über den Vorfall, die deinem Bekannten bekannt gemacht wurden und die er mutmaßlich vorher nicht besaß, nicht Schlüsse ziehen kann, die dir zum Nachteil gereichen. Zuerst ist da aber nichts außer Ort und Zeit des Vorfalls.

Dein Bekannter kennt dein Gesicht, (mit großer Wahrscheinlichkeit) auch deine Adresse und wohl auch dein Geburtsdatum. Da die Zustellung des Bescheids wohl auf Basis des Kennzeichens und des zwei Jahre zurückliegenden Verfahrens zum Fahrzeug mit diesem Kennzeichen erfolgte, fällt die unberechtigte Bekanntgabe eines neuen Kennzeichens mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ebenfalls aus.

Bleiben die Schlussfolgerungen aus Zeit und Ort. Um bei deinem „extrem fiktiv auf die Spitze getrieben[en]“ Szenario zu bleiben …

Und wie schnell ich wo (vielleicht mal extrem fiktiv auf die Spitze getrieben, direkte Nachbarschaft bei der Freundin meines Freundes) gefahren bin ist vielleicht auch nicht so weltbewegend?

Wenn dein Bekannter dich deiner Zähne entledigt, weil er wegen des Bescheids davon ausgeht, dass du etwas mit seiner Freundin hast, dann ist das eine Folge der unberechtigterweise an die falsche Person herausgegebenen Daten. Dann würde ich einen sowohl materiellen (notwendiger Zahnersatz) als auch immateriellen (Ächtung im Dorf, Kosten für einen notwendigen Umzug mit Wechsel des Arbeitsplatzes, etc.) Schaden unbedingt bejahen.

Den müsstest du aber erst einmal bekanntmachen und gerichtlich prüfen lassen. Einfach so, weil eine dir bekannte Person mit ihr bekannten als auch unbekannten personenbezogenen Daten über dich „versorgt“ wurde, ist ein wie auch immer gearteter Schaden nicht per se vorhanden.

Na gut, dann drehen wir das mal um. Mal angenommen ich würde dich und deine Bekannten kennen und denen ein Bild senden was ich Samstag Nacht um 23:17 von dir irgendwo aufgenommen habe. Würdest du dann auch sagen (ernstgemeinte Frage), wäre erst mal Sache deiner Bekannten sich damit rumzuärgern?

Fit bist du ja, Hüpfst hier vom Höxchen zum Stöxchen. Wo zum Teufel kommt jetzt ein rumärgern von B mit einem Foto von A her?

Tschö, Auge

--
Ein echtes Alchimistenlabor musste voll mit Glasgefäßen sein, die so aussahen, als wären sie beim öffentlichen Schluckaufwettbewerb der Glasbläsergilde entstanden.
Hohle Köpfe von Terry Pratchett
freiwillig, öffentlich sichtbar
freiwillig, öffentlich sichtbar
freiwillig, öffentlich sichtbar

abbrechen