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Hallo

Was mich wundert, ist wie viele Menschen

  • sämtliche Kontakte, Nachrichten, Aktivitäten, Sprachverbindungen über Messenger, Standorte, Bilder, Aussehen, Vorlieben - sprich ihr ganzes Leben - bedenkenlos an Diensteanbieter und alle daran angehängte Subdienste weitergeben, denen sie ohne es zu lesen wahrscheinlich Einverständnis für alles nur denkbare gegeben haben.

  • sich ein sicheres Land wünschen, was nunnmal einschließt, auch wenns uns nicht passt, dass Kriminelle nicht immer einen Schritt weiter sein dürfen als die Verfolger und die nicht die ersten oder einzigen sind die aus den Datenschutzgesetzen einen wirklichen Vorteil ziehen.

Soweit für mich nachvollziehbar.

  • sich dann aber aufregen wenn die Polizei zur Ausübung ihrer Aufgaben auch mal mitlesen will was Verdächtige sich alles schreiben.

Ist das denn derart eingeschränkt geplant oder ist das Ergebnis nicht doch wieder das mitlesen von Allem? Schließlich könnte ja überall etwas Verdächtiges dabei sein.

Wenn ich wählen könnte ob die Behörden sich für ein paar Tage speichern wo ich gerade bin (und das dann auch wieder löschen - das muss gegeben sein) oder ob irgendwelche Geld-orientierten Internetdienste die man fälschlicherweise "sozial" nennt für immer und ewig jede Bewegung von mir aufzeichnen und in jeder Hinsicht auswerten, würde ich ersteres wählen.

Kannst du aber nicht. Du kannst in der Realität zwischen der dauerhaften Speicherung deiner Daten bei den Firmen, die die „sozialen Netzwerke“ betreiben, oder der dauerhaften Speicherung bei den staatlichen Organen wählen. Auch wenn ich bei dem Gedanken, dass eine Firma Profit aus meinen Daten zieht, die Krätze kriege, halte ich die Speicherung bei staatlichen Organen für gefährlicher. Die können den angesammelten Datenberg sehr viel eher gegen mich verwenden.

Tschö, Auge

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Ein echtes Alchimistenlabor musste voll mit Glasgefäßen sein, die so aussahen, als wären sie beim öffentlichen Schluckaufwettbewerb der Glasbläsergilde entstanden.
Hohle Köpfe von Terry Pratchett
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