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Hallo Janosch,

Es lohnt sich inzwischen augenscheinlich, mindestens eine Kilowattstunde Pufferkapazität in die Ecke zu stellen, die mit einem Online-Sinus-Wandler die wichtigsten Systeme im Haus versorgt: Kühlgeräte, Wasserversorgung, Heizung (Gas geht meistens länger als Strom), Router und Netzwerkgeräte, ein paar LED-Lampen.

Router und Netzwerkgeräte kannst du vermutlich vergessen, da die Verteiler auch stromlos sind (kann mir nicht vorstellen, dass die da vor Ort Notstromversorgung installiert halten, Privatverbraucher sind sowieso viel zu unwichtig), die bringen dir also nichts.

kommt drauf an, was man für hausinterne IT-Infrastruktur hat und wie wichtig es einem ist, dass die auch eine gewisse Zeit ohne Strom überbrücken kann. Wenn man z.B. einen Home-Server für interne Zwecke betreibt (Fileserver, Datenlogger o.ä.), möchte man den vielleicht schon eine kurze Zeit "durchfüttern", und wenn es wirklich eng wird, wenigstens noch kontrolliert runterfahren. Dazu ist es dann auch vorteilhaft, dass die LAN-Schwitze...[1] ähm, Switche ebenfalls mit versorgt werden.
Den Router für die Verbindung nach draußen kann man mit einbeziehen, wenn man auch den Fall abdecken will, dass nur in der eigenen Wohnung mal kurz der Strom weg ist, etwa weil eine Sicherung übervorsichtig ausgelöst hat. Dann ist die Verbindung ins Internet in der Regel noch da.

Auch die Wasserversorgung ist in vielen Fällen a) im Haus stromlos und b) wenn stromgebunden, dann außer Haus und außerhalb des persönlichen Einflussbereichs. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Nanu? Die Abhängigkeit zwischen Wasser und Strom ist mir jetzt nicht klar. Heizung und Strom, okay, weil die Umwälzpumpe und die Kesselsteuerung ausfällt.

Es dreht sich also im Zweifel um Heizung und Kühlgeräte - und gerade bei letzterem stellt sich die Frage, ob der gute alte Keller mit den Konservendosen nicht die einfachere und sinnvollere Alternative ist als die Notstromversorgung des Kühlschranks.

Notstromversorgung des Kühlschranks kommt erst dann in Frage, wenn man von mehreren Tagen ohne elektrische Energie ausgeht (und dann nicht per Batterie-USV, sondern mit einem kleinen Generator). Aber meist sind es ja nur Minuten, oder schlimmstenfalls mal zwei, drei Stunden. Das überbrückt die dicke Isolierschicht eines handelsüblichen Kühl- oder Gefrierschranks mühelos, wenn man das Ding nicht gar zu oft aufmacht.

Ergänzung: Wenn man in einem kleinen Kaff wohnt, muss man anscheinend häufiger als in städtischen Gebieten mit kurzen Stromausfällen rechnen: In den rund 15 Monaten, die ich nun hier wohne, gab es 4 Stromausfälle, von denen ich weiß. Einer war gewitterbedingt und dauerte rund 1s, zwei waren im Bereich von einigen Minuten und betrafen mindestens die ganze Straße, vielleicht sogar das ganze Dorf, und einer war am Samstagnachmittag und dauerte fast drei Stunden - ebenfalls mindestens für die Nachbarschaft von ein paar 100m.

Ciao,
 Martin

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Computer müssen weiblich sein: Eigensinnig, schwer zu durchschauen, immer für Überraschungen gut - aber man möchte sie nicht missen.

  1. Ja, is' heiß heute ... ↩︎

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