Gute Frage,
Leider kann ich jetzt nicht eine Definition eines Designhandbuches runterbeten.
Ich denke, daß verschiedene Größen eine Rolle spielen.
Vielleicht können wir gemeinsam ein paar Regeln erkennen:
1. Einheitlichkeit: man kann es auch Corporate Identity (CI) oder Corporate Design (CD) nennen. Es bezieht sich auf Schriftart, Grafik, Satzvorgaben etc.. Der Sinn ist, daß der Besucher schon am gleichmäßigen Design und Aufbau erkennt, auf welcher Site er sich befindet.
2. Datentransfer: Natürlich können Audi oder Siemens ihre Sites auf "verkehrsgünstigen" Servern positionieren. (Siemens hat glaub ich ein eigenes Backbone - geht das?) Meine eigene Site liegt dagegen auf einem 25,-DM/Monat-Server und der spart u.a. ander Anbindung. Das bedeutet für Audi, daß sie alle Spielerein auf den Sites veranstalten können und der Flaschenhals eigentlich die Anbindung des Besuchers ist. Ich hab dagegen schon mit sehr wenigen Grafiken erhebliche Downloadzeiten erzeugt. Gerade hier sind die DHTML Techniken ein wirklicher Segen weil sehr viel Design mit sehr wenig Grafik auskommt. Allerdings will ich die mittelalten Browser auch bedienen und deshalb Punkt 3.
3. Verfügbarkeit: Natürlich sollte die Site von möglichst vielen geslesen werden können. Aber der kleinste gemeinsame Nenner ist schwer zu definieren oder einzuhalten. Wie sieht eigentlich die Audi-Site - um beim obigen Beispiel zu bleiben - auf einem PSION aus???
4. Ausgewogenheit: Ich denke, daß Design immer auch im Zusammenhang mit Funktion stehen sollte. Deshalb gefallen mir auch die Produkte von BRAUN sehr gut. Alles was keine Funktion hat (dazu zählt auch Orientierung, Farbcodes, Unterstreichung von wichtigen Inhalten) ist eigentlich Kitsch. Kitsch sind zum Beispiel Sammeltassen. Tolles Beispiel, oder? Denn aus diesen Tassen hat niemand getrunken und wird niemand trinken. Das ist doch wirklich Schwachsinn, oder? Natürlich sollte eine stilvolle Site sowas nicht enthalten - denk ich.
Jan van der Walden