Da immer mehr Daten im weltweiten Netz zu finden seien, brauche der Einzelne immer weniger Informationen abrufbar im Kopf zu haben. «Bei auswendig gelerntem Wissen schneiden wir im Vergleich zu früheren Zeiten miserabel ab.»
Seit der Urgesellschaft waren die entscheidenden Merkmale eines Menschen körperliche Kraft und Geschicklichkeit. Lebensunterhalt und gesellschaftliche Anerkennung waren unmittelbar verknüpft mit der Fähigkeit, körperliche Arbeit zu verrichten. Dann kam die Industrialisierung, mehr und mehr übernahmen Maschinen die körperliche Arbeit. Körperkraft ist seitdem nicht mehr sonderlich gefragt, statt dessen sind Träger auswendig gelernten Wissens wie Ärzte und Anwälte zur gesellschaftlichen Elite geworden. Auf die körperliche Fitness der Menschen hatte diese Entwicklung freilich negativen Einfluß - schade, aber unvermeidlich.
Heute stehen wir am Beginn des Informationszeitalters, Maschinen übernehmen das Wissen. Auswendigwisser werden bald nicht mehr sonderlich gefragt sein, statt dessen werden diejenigen Menschen zur gesellschaftlichen Elite, die den Umgang mit den Werkzeugen zur Informationsbeschaffung beherrschen. Das ist weniger eine Frage des Wissens, sondern vor Allem von Aufgeschlossenheit, Auffassungsgabe und der Bereitschaft, sich ständig weiter zu entwickeln. Auf das auswendig gelernte Wissen der Menschen hat diese Entwicklung freilich negativen Einfluß - schade, aber unvermeidlich.
Gruß
Steffen