Michael Schröpl: HTML-Seiten zuverlässig auf DIN-A4-Seiten drucken - wie und womit?

Hi,

ich schlage mich seit etwa einem Jahr mit einem Problem herum, das sich in den letzten Wochen verschärft hat. Deshalb bitte ich Euch um Tips und Ideen.

Vorgeschichte: Ich produziere regelmäßig (alle 4 Wochen) HTML-Dokumente im Umfang von etwa 20 DIN-A4-Seiten (ausgedruckt in Schriften von ca. 11 pt.). Diese Seiten "erscheinen" auf meiner Homepage, aber sie erscheinen auch in einer ebenfalls vierwöchentlich erscheinenden Zeitschrift.
Also muß ich sie irgendwie so drucken, daß DIN-A4-Seiten als Druckvorlagen entstehen.

Schon allein dies bereitet Probleme. Um einen sinnvollen Seitenumbruch hinzukriegen, muß ich an den Dokumenten herumbasteln, da ja derzeit weder HTML noch CSS irgendwelche Seitenumbruchverfahren zur Verfügung stellen.
Also schaue ich mir die Seite im Print-Preview-Modus meines Browsers an, prüfe den Seitenumbruch, füge ggf. <BR>-Tags ein, um den Abstand zwischen den Absätzen zu verändern, ändere manchmal auch die Schriftgröße im Browser - und irgendwann bin ich dann so weit, daß ich versuchen kann, diese Seite zu drucken.

Das klingt schon schlimm genug, aber angesichts der derzeit existierenden Browser ist es noch viel schlimmer.
Der MSIE4 unterstützt meines Wissens schon mal gar kein Print Preview - damit kann ich meine Seiten also gar nicht drucken, weil ich ja nicht weiß, wie sie aussehen werden. Und für jede Zeile, die ich einfüge, ein Blatt Papier und Druckertinte verschwenden und warten, bis die Seite gedruckt ist, das kann's ja irgendwie nicht sein.
Netscape 4.x hat zwar Print Preview, aber das, was er tatsächlich ausdruckt, hat *nichts* mit dem Preview zu tun. Ich habe schon Dokumente gedruckt, die im Preview-Modus 3 Seiten lang waren, aber auf Papier dann 20 Seiten lang wurden, weil Netscape unmotiviert Seitenumbrüche einstreut. Ich vermute, das liegt an meiner Verwendung von CSS, bin mir aber nicht sicher. Es ist jedenfalls eine einzige Katastrophe.
Bleibt als letzte Hoffnung mal wieder der gute alte Netscape 3. Der kann natürlich kein CSS, aber Hauptsache, man kann die Seiten überhaupt irgendwie auf Papier bringen. Mit diesem habe ich meine Seiten bisher immer gedruckt, aber in letzter Zeit scheinen die Druck-Ergebnisse immer öfter von den Preview-Angaben abzuweichen. Beispielsweise fehlte von einem Dokument, das im Preview-Modus gerade noch auf zwei Seiten paßte, im tatsächlichen Druck der letzte Absatz, was natürlich schauerlich ist - zumal ich das nicht sehen konnte!

Denn - jetzt verschärfen wir das Problem ein wenig - ich drucke meine Seiten nicht auf Papier, sondern auf einen virtuellen Drucker, der mit dem Windows-Gerät "FILE:" verbunden ist.
Der Herausgeber meiner Zeitung hat nämlich einen bestimmten Drucker; ich haben einen Druckertreiber für genau diesen Drucker, also mache ich das arbeitsintensive Seitenlayout lokal bei mir, drucke den Artikel in eine Datei, schicke ihm diese per E-Mail, und er kopiert diese Datei einfach auf seinen Drucker. Das klappt normalerweise tadellos - siehe hierzu auch http://www.homepage.de/home/schroepl/pbm/artikel/allgemein/druckbar.htm.
Und es ist viel effizienter und vor allem schneller, als die Seite auf meinem (schlechteren) Drucker auszudrucken und per Brief mit der snail mail zu verschicken.
Es hat aber den unzweifelhaften Nachteil, daß ich nicht mehr sehen kann, was ich da eigentlich ausgedruckt habe.
Um dies zu sehen, müßte ich also sämtliche Seiten trotzdem bei mir lokal ausdrucken - und selbst das reicht möglicherweise nicht aus, weil ich nicht davon ausgehen kann, daß der Seitenumbruch völlig unabhängig vom verwendeten Drucker erfolgt, denn in diesen beiden Fällen verwende ich ja unterschiedliche Druckertreiber (mein Herausgeber hat einen Laserdrucker, ich selbst nur einen Tintenspritzer).

Das einzige, was ich bisher tun konnte, war, mich auf den Preview-Modus zu verlassen. Den gibt es aber wie erwähnt bei MSIE4 nicht; MSIE5 hat mir mein Win95-System völlig ruiniert, deshalb mußte ich ihn deinstallieren; Netscape 4 druckt nur Müll zusammen; Netscape 3 kann kein CSS und ist leider auch nicht perfekt bezüglich seines Seitenumbruchs.

Falls jemand irgendeine Idee hat, wie ich mein allgemeines Verfahren verbessern und die Zuverlässigkeit des formatgerechnet Ausdrucks erhöhen kann, wäre ihr/ihm meine Dankbarkeit gewiß.

  1. ...drucke Deine Seiten in eine .ps Datei und erzeuge mit dem Adobe Distiller ein .pdf Dokument. Dieses kannst Du dann hervorragend drucken.

    Jan

    1. ...drucke Deine Seiten in eine .ps Datei und erzeuge mit dem Adobe Distiller ein .pdf Dokument. Dieses kannst Du dann hervorragend drucken.

      Hm, die Idee, über PDF zu gehen, klingt nicht uninteressant (obwohl ich nicht weiß, ob mein "Herausgeber" die zugehörige Software installiert hat - müßte ich ihn mal fragen). "Drucken" (auf Papier) muß ja immer noch er, nicht ich.

      PDF hätte natürlich schon mal den Riesenvorteil, daß *er* sich die Datei vor dem Drucken ansehen könnte ...

      Also: Wo kriege ich diesen Distiller her?
      Kostet der was?

      Und heißt "drucke in eine .ps-Datei", daß ich einen Druckertreiber verwenden muß, der Postscript generiert - und wenn ja, welchen schlägst Du vor? (Bisher nehme ich "HP Laserjet ohne Versionsnummer" - würde der reichen?)

      1. Hi Michael !

        Also: Wo kriege ich diesen Distiller her?

        Man krieg den schon irgendwo her, aber auf nicht so korrektem weg ... ;-)

        Kostet der was?

        Ich denke Du brauchst den Adobe Acrobat (derzeit aktuell Version 4)
        (-> nicht den Acrobat Reader 4.0 einfach nur Acrobat)

        Da wird der Distiller mitinstalliert und ein PDF-Drucker.
        Das heisst, du hast automatisch nach der Installation des Acrobaten einen weiteren 'virtuellen' Drucker zur Auswahl, eben den "Als PDF drucken" - Drucker. Man spart sich so den weg über eine Postscript Datei.

        Der Komplette Acrobat kostet schätze ich ca. 500 DM.

        Gruß
        Holger

        1. Hallo zusammen,

          man muss ja aus der .ps-Datei gar nicht unbedingt .pdf machen, (die Acrobat-Software ist teuer), es reicht, die ps-Ausgabe mit ghostscript/view anzukucken (und evtl gleich "weiterzudrucken" auf den eigentlichen Zieldrucker). Ghostscript/view ist gratis und auf vielen Plattformen verfügbar.

          Bei der Installation des Postscript-Druckers (irgendein guter Standard aus der Windows-Auswahl) muss man bei den PS-Optionen alle druckerspezifischen Spielereien ausschalten (Format Archiv, heisst das glaube ich), damit sich Ghost.. nicht verschluckt.

          Hoffe das hilft ein wenig.

          Ciao

          TB

          1. ...ich denke dieser Menssch redet von der professionellen Wiedergabe einer .html Datei.

            Der Link lautet http://www.adobe.de/products/acrobat/main.html .

            P.S. Tausche die Low-Bilder aus, oder interpoliere sie. Die Schriften werden "normalerweise" alle eingepackt. Zumindestens ist dieses Format zukunftweisend...siehe auch unter http://www.lukart.de/html/referenzen.html , dort liegen 300 MB an .pdf files.

            Viel Erfolg!

            Jan

            1. ...ich denke dieser Menssch redet von der professionellen Wiedergabe einer .html Datei.

              Nur zur Klarstellung: Nein, "professionell" würde ich das Amtsblatt (http://www.sachs-web.de/amtsblatt/amtsblatt-fv.html) nicht nennen.
              Deshalb habe ich auch nicht vor, 500 DM für das Unternehmen zu investieren - vor allem, weil es ja noch darum geht, Software beim Herausgeber zu installieren, was ich selbst gar nicht beeinflussen kann.

          2. Moin,

            man muss ja aus der .ps-Datei gar nicht unbedingt .pdf machen, (die Acrobat-Software ist teuer), es reicht, die ps-Ausgabe mit ghostscript/view anzukucken (und evtl gleich "weiterzudrucken" auf den eigentlichen Zieldrucker). Ghostscript/view ist gratis und auf vielen Plattformen verfügbar.

            an dieser Stelle sei nochmal daran erinnert, daß auch GhostScript allein in vielen Fällen schon brauchbare .pdf-Dateien aus .ps erzeugen kann (und zwar mit dem Printmedium "pdfwrite"). Und - wenn demnächst Ghostscript 6.x herauskommt, wird alles noch viel besser ;-) Ansonsten lohnt es sich imho, sich die Formate .ps und .pdf mal genauer anzugucken, z.B. unter

            http://partners.adobe.com/asn/developer/technotes.html

            Gerade Postscript läßt sich relativ leicht z.B. mit Perl generieren und ist als Druckformat deutlich besser geeignet als html. Ob sich die Erstellung eines solchen Perl-Skripts lohnt, ist natürlich letztendlich auch eine Frage der Anzahl...

            Bis dannundwann...

            Andreas

            1. Gerade Postscript läßt sich relativ leicht z.B. mit Perl generieren und ist als Druckformat deutlich besser geeignet als html. Ob sich die Erstellung eines solchen Perl-Skripts lohnt, ist natürlich letztendlich auch eine Frage der Anzahl...

              Das geht an meiner Aufgabenstellung vorbei. Ich brauche eben HTML *und* Papier ...

      2. ...drucke Deine Seiten in eine .ps Datei und erzeuge mit dem Adobe Distiller ein .pdf Dokument. Dieses kannst Du dann hervorragend drucken.

        Hm, die Idee, über PDF zu gehen, klingt nicht uninteressant (obwohl ich nicht weiß, ob mein "Herausgeber" die zugehörige Software installiert hat - müßte ich ihn mal fragen). "Drucken" (auf Papier) muß ja immer noch er, nicht ich.

        PDF hätte natürlich schon mal den Riesenvorteil, daß *er* sich die Datei vor dem Drucken ansehen könnte ...

        Also: Wo kriege ich diesen Distiller her?
        Kostet der was?

        Kannst du die ausgabe nicht ueber Perl in ein
        PDF-File umleiten ?
        Dann brauchst du keinen Distiller sondern nur die
        pdf-lib fuer Perl. Dann kannst du ja auch deine
        Seiten vorformatieren.

        Gruss

        Bernhard

        1. Kannst du die ausgabe nicht ueber Perl in ein
          PDF-File umleiten ?
          Dann brauchst du keinen Distiller sondern nur die
          pdf-lib fuer Perl. Dann kannst du ja auch deine
          Seiten vorformatieren.

          Der Generator des größten Teils meiner HTML-Seiten ist ein 1982 erstelltes und seitdem ständig weiterentwickeltes, in Turbo-Pascal 7.0 geschriebenes DOS-Programm (!) mit einem Umfang von etwa 35.000 lines of code. Das generiert seine Ausgabe simultan in space-formatted ASCII und (seit Dezember 1997) HTML.
          Der Quelltext ist von mir, aber dort jetzt an vielen hundert Stellen die Generierung von PDF einzubauen, das ist nicht machbar. (Fragt lieber nicht, wie lange der Einbau der HTML-Ausgabe gedauert hat ...)

          Also : Ich bekomme HTML und muß das irgendwie drucken - daran ist nichts zu ändern ...

      3. ...drucke Deine Seiten in eine .ps

        Und heißt "drucke in eine .ps-Datei", daß ich einen Druckertreiber verwenden muß, der Postscript generiert - und wenn ja, welchen schlägst Du vor? (Bisher nehme ich "HP Laserjet ohne Versionsnummer" - würde der reichen?)

        Nimm den Druckertreiber, mit dem Dein Hersteller dann arbeitet. Deine Vermutung, daß der Seitenumbruch mit dem Druckertreiber "umfallen" kann, stimmt völlig. Das haben wir mit dem HP Laserjet III vs. Apple Laserwriter NTX (das war der Drucker, den unser Digital-Printer brauchte) auch schon erlebt, obwohl es sich bei beiden Druckern um Postscript-Drucker handelte.

        Hm, die Idee, über PDF zu gehen, klingt nicht uninteressant (obwohl ich nicht weiß, ob mein "Herausgeber" die zugehörige Software installiert hat -

        Kosten beim Hersteller sollten keine entstehen, denn diese ps-Datei sollte genauso weiterverwendbar sein wie bisher. Wenn Du nämlich in ein Device FILE: druckst und einen Postscript-Druckertreiber verwendest, dann erstellst Du eine "ps-Datei", auch wenn die Datei die voreingestellte Extension .prn haben sollte.
        Er braucht also die Acrobat-Software nicht, er kann mit der Druck-Datei weiterarbeiten, die Du auch zum PDF-Konvertieren als Preview benutzt hast.

        mfg, Karin

  2. Hi,

    Vorgeschichte: Ich produziere regelmäßig (alle 4 Wochen) HTML-Dokumente im Umfang von etwa 20 DIN-A4-Seiten (ausgedruckt in Schriften von ca. 11 pt.). Diese Seiten "erscheinen" auf meiner Homepage, aber sie erscheinen auch in einer ebenfalls vierwöchentlich erscheinenden Zeitschrift.
    Also muß ich sie irgendwie so drucken, daß DIN-A4-Seiten als Druckvorlagen entstehen.

    Hi Michael,
    schonmal ersucht einer Tabelle mit CSS die größen Angaben für DIN-A4 zu geben, also:

    table.A4 { width:210mm; height:297mm; margin:10mm; }

    ich schlag mich mit einem ähnlichen Probelm herum da bei meiner Pfadfinder Seite einiges zu drucken ist.

    Zu mindestens im IE 4 + 5 geht es.

    cu jens müller

    1. schonmal ersucht einer Tabelle mit CSS die größen Angaben für DIN-A4 zu geben, also:

      table.A4 { width:210mm; height:297mm; margin:10mm; }

      Hm, das bedeutet, daß ich statt der <BR>-Tags überall solche Tabellen einfügen soll, um einzelne Seiten hinzukriegen?

      Das Problem dabei ist: Ich fürchte, daß mir diese Tabellen durch ihren Rand zusätzlichen Platz wegnehmen.

      Sieh Dir mal die beiden Extrem-Beispiele http://www.homepage.de/home/schroepl/pbm/amtsblat/aufstieg/runde05/tab.htm und http://www.homepage.de/home/schroepl/pbm/amtsblat/aufstieg/runde05/tor.htm an. Wenn ich beide mit einem Rand von 0mm und einer Schrift von 9pt drucke, dann kriege ich beides mit Ach und Krach in der Breite hin - und beides zusammen (!) durch Schere und Klebstoff auf eine DIN-A4-Seite. (Das ist seit über 10 Jahren traditionell die Rückseite dieser Zeitschrift.)
      Aber ich habe dabei keinen Millimeter Platz zu verschenken ... :-(