Michael Schröpl: (ZUR INFO) Toll, schon wieder neue VM von MS :-((((

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Ich weiß doch eigentlich schon, was ich bei einem Standardoffice Programm brauche!

Du vielleicht - aber die vielen DAUs, für die das Paket gedacht ist, nicht.

Wenn dann die Komponeten die übrig bleiben nicht laufen, dann ist es eben nicht richtig modular aufgebaut!

Klar. Aber nach diesem Maßstab ist leider so ungefähr *keine* Software  modular aufgebaut.

Das sollte aber das Problem des Softwareherstellers sein und auf keinen Fall meines. Dann muß er sich eben noch ein paar Leute mehr einstellen!!

Das macht der glatt, wenn Du dafür bereit bist, das kleinere Paket zu einem wesentlich höheren Preis zu kaufen.

Ich ging eigentlich mal im ersten Fall von normaler Standardsoftware aus.

Ich auch.

Ich weiß schon was ich benötige und was nicht. Und ich will es erst nicht mitkaufen um es dann auf der CD verschimmeln zu lassen. Ich bezahle äußerst ungern etwas, das ich dann nie brauche. Und wenn ich eben nur den Kern will, dann will ich auch genau nur diesen bezahlen.

Du geht von völlig falschen Voraussetzungen aus.

Du bezahlst keineswegs Sachen mit, die Du nicht brauchst. Du bekommst einfach mehr, als Du willst. Das ist eine Definitionsfrage. Und der Hersteller definiert, daß er bestimmt, was zusammenpaßt und was nicht.
Wenn Du darüber hinaus auch noch die Dienstleistung kaufen willst, daß der Hersteller bestimmte abstruse (nämlich nur genau von Dir und sonst niemandem gewünschte) Teilmengen austestet, dann wirst Du dafür extra bezahlen müssen. Natürlich kostet das den Hersteller mehr Geld - und den Preis wird er an Dich, den Kunden, weitergeben.

Und das muß machbar sein.

Klar, aber nicht umsonst.

Aber vermutlich ist es nicht so lukrativ wie erstmal alles verkaufen und dann soll der User eben zuHause entscheiden ob er es installieren wird oder nicht. Das ist doch Hühnerk******. Alles Geldmacherei.

Unsinn. Das ist effizienter Einsatz der Entwickler, nämlich die Anforderungen der vielen Kunden zu befriedigen und nicht diejenige der wenigen, nämlich von Dir.

Die meisten Kunden werden nämlich nicht um den freien Platz auf der CD-ROM kämpfen (den sie eh nicht nutzen können), sondern verhindern wollen, daß sie sie mühsam fehlende Treiber usw. aus dem WWW zusammensuchen müssen.
Die total cost of ownership eines Rechners wird überhaupt nur zu einem geringen Teil vom Kaufpreis der Hard- und Software geprägt, verglichen mit dem Aufwand der Betreuung. Vergleiche mal den Kaufpreis von Windows 9x mit dem Personalaufwand der Installation sämtlicher Service Packs innerhalb eines Jahres ...
Warum verdienen Suse und Red Hat wohl Geld mit dem eigentlich kostenlosen Linux? Weil sie genau das als Dienstleistung verkaufen, was Du geschenkt haben willst. Das gibt es nun mal nicht umsonst.

Dann liegt Software rum die ich nicht benötige aber der Hersteller hat seine Komplettkohle.

Ich wiederhole: Du wirst eine höherwertige Dienstleistung auf keinen Fall für weniger Geld bekommen als eine bereits existierende. Entweder arbeitest Du selbst dafür, überflüssige Teile von der Platte zu löschen, oder Du kaufst Dir diese Dienstleistung.
Aber hört auf, zu jammern, Du hättest irgendwas mitbezahlt. Du kaufst ja auch keinen Neuwagen ohne Motor, Reifen, Sitze und Windschutzscheibe, bloß weil Dein alter Wagen das alles auch noch hätte. Wenn Du Dir ein gebrauchtes Office oder Windows laufen willst, dann verhandele mit dem Verkäufer, ob er Dir nur ein halbes Windows verkaufen will (obwohl er Dich wahrscheinlich für verrückt halten wird und zudem mit der anderen Hälfte gar nichts anfangen kann - wieso sollte er die also behalten wollen?).

Das ist genauso wie in einem Restaurant jedem Gast ein 150 DM Menü hinzustellen obwohl er vielleicht nur eine Kleinigkeit haben will. Den Rest schmeissen wir dann eben weg. Ne das ist Banane und das liegt aber an der Einstellung der Softwarehersteller und die kann aber nur der Kunde ändern!!

Es gibt solche Restaurants mit Pauschalpreisen für das Menü. Du solltest dort halt nicht essen, wenn Du schon satt bist, sondern dann, wenn Du vorher drei Tage gehungert hast. ;-)

Aber das Restaurant muß eben auch mit McDonalds-Preisen konkurrieren - Microsoft (noch) nicht.
Wäre das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Software derartig, wie Du es beschreibst, dann mach doch einfach eine Konkurrenzfirma auf, die minimal konfigurierte Standardsoftware zusammenstellt - das meine ich bitter ernst!
Du wirst dann ja sehen, mit welchen Problemen Du zu kämpfen hast - nämlich daß nahezu niemand Deine Dienstleistung haben will, weil Festplatten inzwischen "nichts" mehr kosten - verglichen mit der Arbeitszeit der Leute, die Du einstellen und deren Gehälter Du bezahlen müßtest.

Fazit: Vergiß den Traum von der Modularität. Mir wäre es wesentlich lieber, wenn der Hersteller die Zeit investieren würde, um Bugs rauszumachen und Standards zu befolgen. Verglichen damit fallen die paar hundert DM für die zusätzliche Festplatte auf dem Firmenserver unter "Rundungsfehler" im Budget.