Hallo Michael,
selbst einem philosophischen Ansatz kann ich nicht zustimmen. Um Dein Beispiel mit der Grafikkarte aufzugreifen:
Es ist derzeit einfach nicht nötig, da stimme ich Dir zu. Allerdings liegt dies auch daran, daß wir zu kleine Bildschirme haben:
1.280x1.024=1.310.720
D.h., daß bei einer 1.280er Auflösung maximal 1,3 Millionen verschiedene Pixel auf dem Bildschirm sind. Wenn man nun ca. zehnmal soviel Farben hat, wie man darstellen kann, dann ist die Palette ausreichend...
Früher hatte man Bildschirme, die maximal 640x480 darstellen konnten (=307200 Pixel). Hier kann man also mit einer Grafikkarte, die 32.768 (bzw. 65536) Farben darstellt, die gleichen Ergebnisse erzielen (Faktor 10).
Es gibt inzwischen schon 24" Bildschirme und auch Scanner mit 32-bit Farbtiefe. Wir sind also schon wieder an einer Grenze....
Stell mal einen Sonnenuntergang (=Farbverlauf) auf der Größe einer Kinoleinwand dar (für Präsentationen, etc...). Eine größere Auflösung wäre hier sicherlich von Vorteil, was aber auch eine größere Farbtiefe bedingt. Bei zu geringer Auflösung entstehen große Pixel und bei zu geringer Farbtiefe kein "softer" Farbübergang sondern ein "Stufeneffekt".
Gruß
Christian Schnagl