Hallo Ralf,
ich muss sagen, ich finde Ihre Kritik absolut anmassend, ueberheblich und ungerecht.
Die Ausdrucksweise von Stefan erlaubt es nun mal nicht, dass er ein Blatt vor den Mund nimmt. In erster Linie ist der Text einmal ehrlich!
Dieser Erfahrung nach erzielt man die besten Fortschritte beim Erlernen einer neuen Technik nicht durch Studieren von Literatur (oder HTML-Dateien) im einsamen Kaemmerchen, sondern durch den Austausch mit erfahreneren Leuten.
Das ist sicherlich richtig.
Ich will das auch begruenden: Es gibt gute und schlechte Literatur, in jedem Falle spiegelt jegliches Lehrbuch (und auch SELFHTML) immer gewisse methodische Vorlieben des Verfassers wieder, die denen des Lesers bisweilen ueberhaupt nicht entsprechen. In diesem Falle kommt es zu Missverstaendnissen, wichtige Punkte werden ignoriert, an weniger wichtigen beisst sich der Leser fest.
Im Gegensatz zu einem gedruckten Buch ist selfHTML allerdings ein _Hypertext_-Dokument, was es dem Leser ermoeglicht, den Inhalt an seine Lernmethoden anzupassen. Gerade selfHTML bietet hier in fast mustergueltiger Weist zahlreiche Moeglichkeiten. Jeder, der sich fuer die Materie interessiert sollte mit diesem Dokument soweit zurechtkommen, dass er wenigstens die "Grundsaetze" versteht.
Sie kennen bestimmt das Sprichwort: "Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten!".
Doch, es gibt dumme Fragen wie z.B.: "Kann mir mal jemand ein JavaScript schreiben?" oder "Wer kennt einen HTML-Befehl um meinen Quelltext mit einem Passwort zu schuetzen?". Wer solche Fragen stellt, der hat das Web und den Zweck dieses Forums nicht so ganz begriffen! Das wurde hier im Forum schon so oft geschrieben und festgestellt...
Zweitens werden sich jetzt viele weniger erfahrene User nicht mehr trauen, eine Frage zu stellen.
Das ist allerdings richtig. Man erkennt es an den vielen Postings von Anfaengern die mit Saetzen wie "Ich habe schon in selfHTML geschaut und nichts gefunden, deshalb moechte ich mir erlauben evtl. mal eine Frage zu posten...". Aber wenn sich jemand ein wenig mit dem Forum beschaeftigt, dann bekommt er auch mit, _warum_ sich die Community ueber "dumme Fragen" aergert, und _was_ dumme Fragen ueberhaupt sind.
Dabei sind es gerade die unbefangenen Fragen von Unerfahrenen, die auch den Erfahrenen oftmals neue Horizonte eroeffnen und manches in neuem Licht erscheinen lassen.
Die Fragen der o.g. Kategorie sind eher einschlaefernd als horizonterweiternd. Meistens sind es ja noch nichteinmal Fragen, sondern Aufgaben!
Man koennte beispielsweise, um erfahrene und unerfahrene Anwender zu trennen, mehrere Foren anlegen, eines z.B., in dem sich erfahrene Anwender bereit erklaeren, auf "dumme" Fragen zu antworten (das geht mitunter sehr kurz auch mit einem Verweis auf Literatur).
Das ist doch gerade das, was dieses Forum hier ausmacht: hier wird nicht nur gefachsimpelt und Fragen in maschineller Praezision beantwortet. Hier treffen sich Menschen! Eine Trennung in Anfaenger- und Profiforen wuerde das sofort zerstoeren. Oder warum sollte sich ein ausgefuchster PERL-Crack auf einem Board mit HTML-Newbies treffen?
Dann duerfte Ihnen der taegliche Verwaltunsgaufwand beim Entfernen der zahllosen Spam-Mails vertraut sein. Wie sollte es also bei einem oeffentliche Forum anders sein?
Wieso sollte es _so_ sein?
Grenzenlos schliesst uebrigens auch die Grenzen ein, die durch unterschiedlichen Bildungsstand erwachsen. Vielleicht hat ja der Steller einer "zu simplen" Frage einfach nicht den intellektuellen Level oder das "Haendchen" im Umgang mit der Internet-Thematik, ueber die Sie verfuegen?
Wenn man ins Archiv schaut, und die vielen Anfaengerfragen liest, dann findet man unzaehlige Beispiele dafuer, wie Newbies an die Hand genommen und "auf den Weg" gebracht wurden. Es duerfte schwer sein, ein Posting zu finden, das einen Fragensteller aufgrund intelektueller Maengel disqualifiziert!
Viele Gruesse
speedy
(alias Achim Schrepfer)