Stefan Muenz: Das Internet Basis für Aufklärung? Oder Propaganda?

Beitrag lesen

Hallo Martin,

Grundsaetzlich gebe ich Dir in den beschriebenen Punkten recht - nur eben genau dabei liegt auch die grosse Gefahr des Internets. Man findet sicherlich zu jedem Thema im Internet genuegend Informationen, um sich Monate damit beschaeftigen zu koennen, doch ob diese Informationen alle sinnvoll und/oder richtig sind, kann wiederum nur jemand entscheiden, der ein wenig Ahnung davon hat.

Naja, ich denke, es haengt einfach viel davon ab, wo man Information findet. Wenn man Informationen zu einer Krankheit sucht, ist es vermutlich ein Unterschied, ob man darueber etwas auf den Seiten eines Fachprofessors einer medizinischen Universitaet findet, oder ob man es auf den Seiten eines unbekannten Pharma-Unternehmens findt, das irgendwelche Mittelchen online vertreibt. Und wenn man auf einer privaten Homepage eine Dokumentation einer Kranken- und Behandlungsgeschichte liest, kann man im Normalfall eigentlich davon ausgehen, dass das nicht erstunken und erlogen ist.

Leute, die sich schon laenger im Internet aufhalten, lernen IMHO im Laufe der Zeit die angebotenen Informationen zu hinterfragen, aber wie sieht dies bei Leuten aus, die sich erst seit kurzem in diesem fuer sie neuem Medium bewegen - meiner Erfahrung nach nehmen viele alle Infos, die Ihnen geboten werden fuer bare Muenze - und dies ist IMHO einer der groessten Gefahren des Internets.

Das ist allerdings wahr. Die freie Information im Netz ist was fuer Aufgeklaerte. Fuer Leute, die nicht nur lesen koennen, sondern Gelesenes auch einordnen und beurteilen koennen. Fuer die Naiven ist das nix. Deshalb ist es ja auch wichtig, weiter Aufklaerung zu betreiben, Leuten die Augen zu oeffnen, wie was funktioniert. Nicht nur wie HTML funktioniert, sondern auch wie Informationspolitik, Volksverdummung und gezielte Desorientierung funktioniert.

viele Gruesse
  Stefan Muenz