Hi,
In der Tat ist so ein Studium allgemein gehalten. Der Sinn ist, sich in jedwedes Thema problemlos selbstaendig *einarbeiten* zu koennen. Sinn ist nicht, in der Praxis sofort einsetzbares Wissen bereitzuhalten. In der Tat ist sojemand dann auch nicht gleich in der Lage, ein Netzwerk am laufen zu halten (es sei denn, man hat sich waehrend des Studiums nebenbei noch als Admin betaetigt). Das ist nunmal nicht der Job eines Informatikers.
Eben.
Wenn man mit dem Studieren fertig ist, hat man einen Haufen gelernt, aber so richtig anwenden kann man's natuerlich (noch) nicht.
Um mal einen meiner Dozenten (sinngemaess) zu zitieren: 'Sie werden wenig von dem, was sie hier lernen wirklich brauchen, aber Sie beweisen, dass Sie lernen koennen, und darauf kommt es an.'
Das heisst aber trotzdem nicht, dass die Dipl-Inge dann wirklich so faehig sind, wie sie sein sollten. Was ich da schon fuer Blindgaenger erlebt habe... mannomann.
Tja, leider ist es eben auch moeglich, sich mit purem Fleiss durch ein Studium zu retten und dass bringt dann hinter absolut nix. Blindgaenger gibt's ueberall.
(Um Missverstaendnissen vorzubeugen: das soll nicht heissen, dass man nicht fleissig sein sollte, sondern, dass es wichtiger ist, zu kapieren, um was geht, als stur auswendig zu lernen.)
Gruss,
Andrea