Stefan Muenz: Grenzfall: gewaltverherrlichende Links im anklagenden Kontext

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Liebe Forumer,

wer die Gelegenheit hatte, heute morgen hier im Forum zu lesen, der wird auf einen Thread gestossen sein, in dem ein paar Links gepostet wurden, die, wenn man ihnen folgte, in einem normalen Menschen wohl mindestens Uebelkeit verursachen sollte. Es ging um Seiten, auf denen Bilder von gewaltsam getoeteten und zerstueckelten Menschen zu sehen sind.

Wir haben diesen Thread geloescht, weil wir keine Lust haben, durch das Stehenbleiben solcher Links hier im SELF-Raum in strafrechtlich relevante Schwierigkeiten zu geraten. Sabine, die den Thread angezettelt hat, weil sie per Zufall auf jene Seiten gestossen ist, hat sicher nicht beabsichtigt, uns in diese problematische Lage zu bringen. Sie hat eindeutig einen verneinenden und anklagenden Kontext um die Links gelegt. Dennoch erschien uns die Sache zu problematisch, denn wir wissen nicht, wie im Fall des Falles der Kontext juristisch gewichtet wuerde.

Damit das Thema aber nicht untergeht, dieser Thread hier. Ich hoffe, wir koennen hier ueber das Thema sinnvoll und ohne jene Links (bitte auch diese nicht mehr posten) weiterdiskutieren. Worueber genau? Nun:

  • Sollte man Webseiten mit solchem Inhalt konsequent ignorieren, um auf diese Weise zu hoffen, dass sie moeglichst unbekannt bleiben? Oder sollte man im Gegenteil moeglichst laut darauf hinweisen, um so vielleicht zu erreichen, dass sie vom Netz genommen werden muessen?

  • Was zaehlt also mehr: der Versuch, hinzuweisen, aufzuklaeren und etwas zu bewirken, oder der Versuch, z.B. Kinder oder Jugendliche, die ja z.B. auch an Stellen wie hier verkehren, von solchen Webseiten fernzuhalten (wozu auch gehoert, nicht darauf zu linken, auch nicht im anklagenden Kontext)

  • Wie ist das mit Links auf solche Seiten: zaehlt der Kontext, oder zaehlt der reine Link? Ist der Link auf eine solche Seite juristisch unterschiedlich zu bewerten, abhaengig davon, ob er im verherrlichenden und zustimmenden, oder im ablehnenden und empoerenden Kontext gesetzt wird?

  • Welche Moeglichkeiten gibt es, bei Entdecken solcher Seiten vorzugehen? Welche Stellen koennen kontaktiert werden? Wo besteht die Chance, etwas zu erreichen? Wie sieht es aus, wenn es sich um Seiten auf auslaendischen, von der hiesigen Justiz nicht zu belangenden Seiten handelt? (waere vielleicht toll, wenn jemand, der sich mit diesen Fragen schon eingehender befasst hat, mal einen Feature-Artikel dazu macht)

Ich hoffe, ihr habt erst mal Verstaendnis dafuer, dass wir den Thread geloescht haben - wie gesagt, das richtet sich nicht gegen die Initiatorin Sabine, sondern es ist reiner Anbieter-Selbstschutz. Und falls jetzt jemand fragt, wie wir vor kurzer Zeit reagiert haetten, als das Loeschscript noch nicht existierte: wir haetten das Forum fuer ein paar Minuten geschlossen, die Hauptdatei editiert und den Thread haendisch entfernt. Dieser Hinweis nur, um Diskussionen der Sorte "aha, und nun wird also munter geloescht" zuvorzukommen.

viele Gruesse
  Stefan Muenz

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Grenzfall: gewaltverherrlichende Links im anklagenden Kontext

Stefan Muenz
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    STOP !!! JETZT MAL HALBLANG !!!!!

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        NOCHMALS "STOP"

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