Liebe Forumer, lieber Stefan,
auf meiner heutigen Reise durch die Welt kam ich auch hier vorbei und fand dieses Posting.
ihr seid ja wirklich alle sehr brav, und deshalb hab ich auch keine Rute dabei. Aber um ehrlich zu sein, seid ihr mir ein bischen _zu_ brav: ping - eine Frage, pong - drei Antworten, ping - pong, und immer so weiter.
Das kann ich nur bestätigen, aber wenn ich in mein dickes goldenes Buch schaue und all das lese, was hier in diesem Forum seit meinem Besuch im letzten Jahr geschehen ist, dann habe ich da viele Einträge, die mich sehr, sehr traurig machen, da gab es Streit und Zank in diesem Forum, da haben Leute rumgeschrien und vieles andere, das gefällt dem Nikolaus überhaupt nicht.
Fast wie in den Foren, die wir immer so verachtet haben ... ;-)
Aber auch der Frieden, der jetzt hier herrscht ist nicht zu verachten.
Darum mal zur Abwechselung einen Link zu einer Seite, auf der ihr erfahrt, warum ihr noch nie einen Schokoladen-Nikolaus gegessen habt, und warum heute eigentlich schon Weihnachten ist - oder so aehnlich ... http://www.ichlachmichtot.de/nikolaus.htm.
Ich hab mir diese Seite nach diesem Hinweis sehr dick in meinem goldenen Buch vermerkt, endlich mal einer, der auch im Internet über mich die Whrheit schreibt.
Uebrigens hat das lustvolle Verputzen von Schokoladen-Nikolaeusen schon manches JavaScript-Problem vergessen lassen - kurzzeitig zumindest :-)
Stefan, was muß ich da lesen, Du bezeichnest diese Karikaturen als Nikoläuse, sie sind einfach nur dem anglo-amerikanischen Geschmack angepasste "Weihnachtsmänner".
Und weil Ihr momentan so brav seid habe ich Euch auch noch eine Geschichte zum heutigen Tag mitgebracht.
Die Geschichte vom Nikolausstiefel
Ich bin der Stiefel des Nikolai Nikolaiewitsch. Und ich erzähle Euch allen die Geschichte, wie ich dazu kam, Geschenke zu bringen.
Einst wärmte ich die Füße des Nikolai Nikolaiewitsch, eines reichen Grundbesitzers in dem kleinen Dorf gleich hinter dem großen Wald. Mein Herr war ein großer und mächtiger Herr. Aber sein Herz war so kalt, wie das Eis unter der Tundra. Und immer, wenn Weihnachten kam, versteckte sich mein Herr hinter der großen Mauer und hinter der großen Tür und hinter den dicken Wänden seines großen Hauses. Damit er nicht hören konnte, wie die Bittsteller vor dem Tor nach ihm riefen, und damit er nicht sehen konnte, wie sich alle traurig von seinem Hause abwandten.
Sieben Jahre habe ich das mitgemacht. In den sieben Jahren bin ich armer Stiefel immer älter und dünner und verrissener geworden. Aber mein Herr, der so geizig war kaufte sich ja keine neuen Stiefel.
Und deshalb bin ich zu Weihnachten des siebten Jahres aus der Stiefelkammer geflohen, habe mich im Keller vollgestopft mit Mandeln, Nüssen und Krokant und lief hinaus in den Schnee.
Was soll ich noch lange erzählen: Es fanden mich die Kinder, und ich weiß nicht warum, ich gab ihnen alles was ich hatte. Denn was braucht schon ein alter Stiefel wie ich Mandeln, Nüsse und Krokant.
Und oh Wunder, seitdem werde ich nie älter, sondern schöner von Tag zu Tag, und bin zu allen Weihnachten voll von Süßigkeiten, an denen sich jedes Kind und jeder Erwachsene freut.
Und wer mir diese Geschichte nicht glauben will, der frage doch einmal den Nikolai Nikolaiewitsch in dem kleinen Dorf gleich hinter dem großen Wald. Aber vielleicht ist er schon längst an Einsamkeit gestorben.
Bis zum nächsten Jahr
Euer Nikolaus