Moin,
Im Langenscheidt Lilliput Wörterbuch "Plattdeutsch" (das Sie im Buchhandel bekommen) bedeutet "moin" "schön oder gut". Es hat nichts mit dem Wort "Morgen" zu tun, sondern ist eine Verkürzung von "
n mojen Dag (Tag),n mojen Mörgen (Morgen), ´n mojen Avend (Abend).
Bingo. Es hat sicher über das friesische (einer hier in Schleswig-Holstein nur noch an der Westküste und auf den Insel und Halligen verbreitete _Sprache_, die ansonsten noch in Ostfriesland und natürlich in den Niederlandene gesprochen wird) "mooi" oder "moai" den Eingang in plattdeutsche gefunden. Wie im niederländischen heisst "mooi" soviel wie "schön", "gut" oder "hübsch".
Ich kann das leider nicht sprechen und kaum verstehen. Wenn wir aber, was häufiger passiert, auf Föhr oder Amrum sind, dann höre ich sehr gern zu, weil der Klang der Stimme (liegt wohl an den vielen Vokalen) wegen der vielen Vokale sehr angenehm ist. Eine Wortprobe aus http://www.nordfriiskinstituut.de/index.html gefällig? Das Geschichte hört hier in SH wohl jedes Kind irgendwann mal am Bett - wenn auch zumeist in seiner hochdeutschen Form http://www.gutenberg.aol.de/storm/maerchen/haewelma.htm
"Locht, dü ual muun, locht!" rept Heewelmaan,
man a muun wiar nochhuaren tu sen an a stäären uk ei;
jo wiar altumaal tu baad gingen.
Zur Aussprache bitte hier entlang: http://www.ned.univie.ac.at/Publicaties/broschueren/fries/fries.htm :-)
Erinnert mich "Retard-Irgendwas"-Kapseln, die ich mal bei äußerst dünnem Stuhl schlucken musste....
Oh, garantiert Immodium. Beliebtes Mittel zur Behebung solcher Fehlfunktionen.
Tja, eigentlich sprach ich ja von "retarden Admins", also solchen, die Neuerungen oder Standards erst dann übernehmen, wenn sie schon fast wieder überholt sind- "verzögert, sehr zurückhaltend" ist wohl die höfliche Übersetzung. Aber "Dünnpfiff" hätten ich solchen schon gern mal angehext :-))
Viele Grüße
Swen