Stefan Muenz: Forensterben? Dr.Web macht seine zu

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Hallo Arne,

Ich bin einer von den Gelb-Süchtigen, die jetzt auf einmal in der Luft hängengelassen werden.

Na, dann bekommste hier wenigstens mal ne warme Decke und eine Unterkunft fuer eine Nacht ... *g*

Das stimmt, ich und auch viele andere haben dort Tage, Wochen und Monate zugebracht und viel gelernt und gelehrt, sogar ein UserTreffen haben wir zu Stande gebracht (zu dem S. übrigens aus nicht näher erläuterten Gründen nicht erschienen ist). Das alles ist für eine recht "junge" Comm. doch recht gut.

Finde ich auch! Und da es so wenige echte Communities gibt, ist es um so wichtiger, dass diejenigen, die existieren, auch ueberleben. Denn solche Communities koennen ein Naehrboden fuer persoenliche Veraenderungen sein (egal ob Bildung, Beruf, Liebe oder Hobby) - daran glaube ich trotz einiger gegenteiliger Erfahrungen immer noch, und es ist auch schon genug passiert, was das belegt.

"Hausmacht" ist ein tolles Wort, das alles und nichts bedeuten kann. Ursprünglich (ich bin - wie gesagt - noch nicht so lange dabei) war es wohl so, daß man zu einzelnen Artikeln Kommentare abgeben konnte, später wurde dann ein Forum (oder Brett ;-) eingerichtet, in dem dann "Support" geleistet werden konnte/ sollte, sicherlich auch eine Entlastung des täglichen E-Mail-Aufkommens seitens S. (Standardantwort: "Gehe ins Forum" oder so).
Aber das ganze hat sich dann wohl nicht wie erwartet entwickelt, es wurde zu viel kritisiert, dann wurde zensiert, noch mehr kritisiert, 2 Monate geschlossen, Gras wuchs und dann ging es noch ein paar Monate weiter. Bis vorgestern.

Ach, wie gut ich das alles kenne *g*! Erst ist da eine kleine, spontane, fixe Idee, eine schlichte Web-Anwendung, und dann geht es langsam los: die Leute benutzen die Anwendung nicht nur, sie wollen sie auch mitgestalten. Natuerlich muss man da als Betreiber erst mal dagegen halten, denn zu fast jedem "Verbesserungswunsch" gibt es auch Gegenmeinungen. Die Sache waechst weiter, und es treten neue, bislang nicht gekannte Probleme mit schwierigen Usern auf. Ein Konzept zur Regelung des Betriebs wird erarbeitet (bei uns war das damals ein Moderatorenkonzept) und versucht anzuwenden. Dabei kommt es zu Pannen, was wiederum die Protestierer, Zensurschreier und Raecher der Entrechteten auf den Plan ruft. Um die Sache zu entschaerfen, reagiert man mit Forumsschliessungen, Wiedereroeffnungen, diversen technischen Regelungsversuchen usw. Und irgendwann wird alles normal, auch das Gezeter. Nicht nur als Forumsbetreiber gewoehnt man sich daran, sondern auch die Stamm-User gewoehnen sich dran, lernen, mit neuen, besseren Strategien darauf zu reagieren, und so verbessert sich die Lage unmerklich. Wahrscheinlich entstehen alle Gemeinwesen so und machen vergleichbare Phasen durch. Aber wer von uns hat denn schon Erfahrung als Staedtegruender - wir muessen es halt alle Erfahrungen erst mal selber machen ;-)

Ich wuensche der Strohhalm-Community jedenfalls, dass eine schoene, grosse Stadt daraus wird!

OK - und jetzt mal gute Nacht fuer heute ...

viele Gruesse
  Stefan Muenz