Hallo Chraecker,
Da man mich (erst einmal) nicht haftbar machen kann, weil man mich nicht "bekommt", (mache dies von einem internetcafe aus etc) wäre die Frage, ob Du für die Störung von xy.de nicht mithaftest wieder offen.
Hmmm. Da würde ja auch das SELFForum dafür haften, wenn jemand sich als jemand anderes ausgibt und einen Troll spielt und damit der unschuldige unzählige verärgerte Postings bekommt? Ich bitte Dich - das ist doch lächerlich.
Du hast mir ja bereitwillig die technischen Mittel zur Hand gegeben.
Ja und? Ein Küchenmesser kann auch eine Mordwaffe sein und trotzdem fällt es nicht unter das Waffengesetz. Und wenn ein Mord per Revolver passiert, wird doch auch nicht der Waffenhersteller verklagt, oder?
(Werbung ist Dein "bitte aktivieren Sie noch schnell Ihre Newsletterbestellungs-Mail" so oder so, ob von Dir jetzt so gewollt oder nicht, macht sie dem (ungewollten) Empänger auf Deinen Dienst per E-Mail aufmerksam.
Ja - aber wer _genau_ macht auf Dirks Dienst aufmerksam? Dirk oder Du, der das System missbraucht. Ich meine, die Telekom ist ja auch nicht direkt dafür verantwortlich, was über ihre Leitung huscht.
So oder so ist es also von der rechtssprechung aus gesehen wurscht, wie es bis jetzt allgemein gehandelt wird und was technisch möglich ist oder nicht.
Schon klar, aber das Opt-In-Verfahren wurde ja genau dadurch eingeführt, um SPAM zu vermeiden. Es gibt allerdings eine einzige technische Lösung, die komplett sicher ist, jedoch sehr umständlich: Der Newsletteranforderer muss einen Zufallstext per PGP unterschreiben und dann an den Listserver übermitteln. Dieser kontrolliert anhand eines Public-Keys, den er von einem vertrauenswürdigem Keyserver bezieht, ob diese Person auch wirklich die ist, für die sie sich ausgibt. Ist aber *extrem* umständlich.
Die Frage ist doch ganz einfach: sollen richter per Urteile "mich" vor "masssenweise" ungebetene mails schützen?
Ja.
Und, haftet der Bereitsteller der versenderoutiene mit, wenn jemand drittes diese dazu nutzt, mich zu zu müllen?
Jein. Wenn diese Versenderoutinen geradezu einladen, missbraucht zu werden, dann ja. Wenn aber so eine Versenderoutine dazu gedacht ist, Missbrauch zu verhindern (Opt-In) dann IMHO nein. (aber das ist nur *meine* Rechtsauffassung)
<philosophie>
Wieso muss es solchen Streit überhaupt geben? Sind die Menschen wirklich so schlecht? Leider muss ich auf letzte Frage wohl mit Ja antworten. :-(
</philosophie>
Grüße,
Christian