Armin G.: Informationen -vs- Spass

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Tach auch,

Nur vorweg, ich glaube wir sehen das ganze im Grunde sehr aehnlich.

ich weiß nicht, für mich reduziert sich "das alles" immer auf die Formel: ich hatte vor, die Leute über ihre Kreativität und bei der Setzkastenseite über ihre versteckten Erinnerungen und ihren Wert zu informieren. Diese Information wollte ich transportieren. Anstelle nun den "Fakt" zu notieren (und das wäre natürlich sehr barrierfrei gegangen) [..] habe ich einen anderen Weg gewählt. Hintenherum eben. Aber "Informationen" sind das für mich schon. (das sie mal nicht ankommen, sehr häufig sogar, ist was anderes. [..]

Nur sind sie eine andere Art von Informationen. Sie sind keine reinen Daten, die einfach nur informationstechnisch verarbeitet werden koennen. Sie sind Informationen die sich aus dem Zusammenspiel verschiedener Sachen ergeben. Sie erfordern das etwas erfahren wird. Da sehe ich den grossen Unterschied und das Problem der Barrierefreiheit. Barrierefreiheit wird zu oft auf's rein technische und auf den "Datentransport" reduziert, wodurch anderes uebersehen wird. Gleichzeitig habe ich meine Zweifel (wie schon oft geaeussert) dass Barrierefreiheit (so wie ich sie sehen wuerde) ueberhaupt moeglich ist. Und durch diese in meinen Augen falsche oder zumindest unzulaengliche Zielsetzung ist der Fortschritt in eine an sich richtige Richtung langsamer als er sein koennte.

Informationen werden nicht nur mit Wörter transportiert sondern auch mit anderen Mitteln. Ein Bild kann auch Informationen beinhalten. und zwar vom Foto einer Leiterplatine über ein Foto eines Hotels bis hin zum Foto einer Skulptur (geschweige denn von der Skulptur als Informationsträger selbst....)

Wobei dies z.T halt nicht nur Informationen im Sinne von Fakten sind, sondern auch Informationen im Sinne von Stimmungen und Gefuehlen. Informationen die sich der Besucher erschliessen muss und mit seinem eigenen Erfahrungsschatz verbinden muss.

Im Web wird das immer gerne, durch die Historie bedingt und durch die Hauptanwendung html (in dem eben das t für text steht) auf Textinfos reduziert. (Und vielleicht, weil sich nicht wenige Web-Tätige schwer mit "nonverbaler" (also "nontextliche") Informationsübermittlung tun.....

Ja, da duerfte die Wurzel des "Problems" liegen. So wird ja sogar oft argumentiert, wenn gegen Multimedia oder aehnliches argumentiert wird. Wobei ich gerade Argumente wie "Dazu war das Web nie gedacht" fuer sehr traurig halte, da sie nicht gerade Offenheit fuer Weiterentwicklung zeigen.

Gruss,
Armin

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