Hallo Armin,
ein interessanter Artikel, herzlichen Dank dafür.
Ob und wie damit Tastenkombinationen (ueber die Bildschirmtastatur) oder
rechte/linke Maustasten moeglich sind wird leider nicht erwaehnt
Ich denke, die Bildschirmtastatur dürfte die Wahl sein. Mein Betriebssystem
bietet als Eingabeunterstützung zum Beispiel die Möglichkeit an,
Tastenkombinationen sequenziell anzubieten, etwas, das ich mir auch gut bei
einer Bildschirmtastatur vorstellen kann.
Auch wie das System zwischen dem normalen blinzeln (zur Augenbefeuchtung)
und dem bewussten blinzeln unterscheidet wird leider nicht erklaert.
Ich kann auch nur spekulieren, aber ich würde eine zeitabhängige Variante
wählen, also ähnlich wie bei dem »Augen ruhen lassen«. Interessant wäre es
auch, wenn dieses Tool unterschiedliche Modi kennt. Ich könnte mir einen
Lese-, einen Navigation und einen Eingabemodus vorstellen, wo das Verhalten
des Tools den jeweiligen Bedürfnissen gerecht fungiert.
Es wird zwar eine "Bildschirmlupe" erwaehnt (..)
Meiner Erfahrung nach, sind Bildschirmlupen ätzend zu bedienen, gerade
wenn man mit alternativen Eingabetechniken, also nicht der traditionellen
Maus rumwerkelt. Das Problem liegt darin, daß man den Ausschnitt der Lupe
verschieben muß. Ich kann mir aber vorstellen, daß man mit einiger Übung
da recht schnell werden kann. Ich habe mal interessehalber die diversen
Eingabeunterstützungen meines Lieblingbetriebssystems ausprobiert und über
drei Stunden den ganzen Computer nur mit dem Radiergummispitze eines
Bleistiftes bedient, d.h. nur die Tastatur für eigentlich alles benutzt. Ich
bin da auf schnellere Geschwindigkeiten gekommen, als ich eigentlich gedacht
hätte.
Was ich mich frage ist welche Art von Links fuer solche Benutzer am
einfachsten sind? "Inline" Links oder "ausgegliederte" Links?
Ich würde sagen, je nachdem. Da dieses System anscheinend die Technik des
Mauszeigers nachbaut und sich keiner anderen Navigationsarten (Tab-Navigation,
Links seperat angezeigt) bedient, dürfte, wie Du schon gesagt hast, das
Hauptproblem das Zielen auf den Link sein. Also die Größe der Target-Area.
Es steht zwar dieses dort ...
»And where the 'target' for the mouse click is very small, Iriscom
magnifies the area to make the operation easier.«
... allerdings könnte das eventuell auch zu Problemen führen, gerade in
Linklisten, die Du als ausgegliederte Links bezeichnet hast. Hier liegen
die Links nämlich meist nahe beieinander, etwas daß zu Überschneidungen
führen könnte. Bei im Text eingebetteten Links haben wir dagegen meist
anderen Text, der Links voneinander trennt und somit Abstände schafft.
Für die beliebten vertikalen Navigationsmenüs dürfte dann eine mögliche
Konsequenz heißen, Luft zwischen den Links zu schaffen und den Klickbereich
zu vergrößern. Beispielsweise durch das Zuweisen von display:block; für
das a-Element, so daß man zum Klicken nicht nur den Text des Links sondern
auch den meist drumherum auftretenden, meist visuell abgetrennten Bereich
zur Verfügung hat. Und eine optische Rückmeldung mittels Hover wäre natürlich
wünschenswert, wenn Iriscom das auch unterstützt.
Große Klickflächen sind auch in anderen barrierereduzierenden Lösungen recht
verbreitet. Hier zum Beispiel zwei Screenshot von Gnome 2.4:
http://ximian.dulug.duke.edu/screenshots/large/GOK-toolbar.png
http://ximian.dulug.duke.edu/screenshots/large/GOK-SaveAs.png
Tim