Hallo Heiner,
Du sprichst zwar eine Gerechtigkeit zwischen Staaten an, der Spiegel-Autor argumentiert, wie ich finde zurecht, mit einer Gerechtigkeit der Bürger.
Nein, ich spreche lediglich von der Definition einer mathematisch korrekten Stimmverteilung, unter der Nebenbedingung, dass die Repräsentanten ihrem jeweiligen Land verpflichtet sind und sich die EU-Bürger ihre Repräsentanten nicht "selbst auswählen" dürfen. Natürlich bin ich auch für die Bürgermehrheit als entscheidenden Faktor bei Gesetzesabstimmungen, schon alleine deshalb, weil ich keinen Grund sehe, warum jemandem nur auf Grund seines geografischen Aufenthaltsortes ein bestimmter Repräsentant zugeordnet werden sollte. Das scheint noch eine Last der historischen Entwicklung der EU zu sein, die sich immer noch als Staatenbund sieht und aus naheliegenden Gründen leider auch keine Anstalten macht, dies zu ändern.
Ich wollte mit meinem Beitrag nur zeigen, dass unter den gegebenen Bedingungen von Ländervertretungen nicht auf das Verhältnis von Stimmen pro Bürger, sondern auf das Verhältnis von Machtindex pro Bürger geachtet werden darf, wie sich leicht beweisen lässt, auch wenn ich dafür jetzt zu faul bin. Dass ich diese gegebenen Bedingungen genauso wie anscheinend du nicht für sinnvoll halte, hat damit nichts zu tun.
den kleinen und in den großen Staaten leben genau gleich viele Einwohner.
Dann verteilt sich auch das Verhältnis Machtindex pro Einwohner nur dann gleichmäßig auf alle EU-Bürger, wenn die Stimmen in gerechter weise verteilt werden. Nur, wie genau diese objektiv gerechte Stimmverteilung aussieht, wagt wohl niemand zu berechnen.
Robert