Moin,
Mir scheint, ich will wir die Rede aber nachher nochmal in Ruhe durchlesen, Herr Hohmann könnte hier in eine ähnliche Rhetorikgrube gefallen wie seinerzeit der Bundestagspräsident Jenninger. im Ergebnis ändert das nichts an der Idee, ihn in den Rihestand zu schicken.
Man muss also immer dann zuruecktreten, wenn die Medien einen falsch bzw. verfaelschend zitieren?
Nicht immer, aber immer wieder. Politiker leben auch ganz gut davon, dass ihre Reden ins Positive überinterpretiert werden, inhaltlicher Stuß zu Anerkennung führt; nur weil es gerade in die Mode passt.
Unser System der oeffentlich-medialen Vor-Verurteilung durch eine Amok laufende, sensationsmeldungsgeile Journaille, die Hin und Wieder die Hatz auf einen vermeintlichen Antisemiten braucht, ist es, was geaendert werden sollte.
Schau Dir mal Dein Ex-Vorbild Möllemann an. Der war ein Künstler darin, sich "öffentlich-medial" besser darzustellen, als die praktischen Ergebnisse seiner politischen Arbeit erwarten ließen. Der konnte prima mit und von der - ihm gefallenden - Vor-Verurteilung leben. Irgendwann geht es dann auch mal anders herum.
Deine Reduktion auf "vermeintliche Antisemiten" möchte ich gern quantitativ belegt sehen. In welchen prozentualen Verhältnis steht denn das von Dir behauptete "System der oeffentlich-medialen Vor-Verurteilung", dass zu einer "Hatz auf einen vermeintlichen Antisemiten" führt, zu der Gesamtzahl der schlecht recherchierten Meldungen, die Personen diffamieren? Oder pflegst Du einfach ein Vorurteil?
Gruß
Swen