Moin!
Bei mir sind das nicht nur Prioritäten; das sind K.O.-Kriterien.
also an meine Kontoführenden Bank stelle ich doch noch mir wichtigere Bedingungen. Gebühren, Zinsen, Geschäftspolitik, Terminaldichte, Fillialendichte, Unterstützung im Fall der Fälle etc.... der von der Bank erbetene Browser steht da doch etwas weiter hinten auf meiner "K.O.-Liste". Aber jedem das, was ihm wichtiger ist ,-))))
Klar, gewisse Dinge sind wichtig. Bei einer reinen Online-Bank ist eben die Website-Erreichbarkeit wichtig.
Meine einzige Bank ist eben so eine Online-Bank (genauer: die comdirekt). Die hat unlängst die Website relauncht, dabei heftig viele Probleme gehabt, enorm viel Kritik und Gegenwind bekommen und schätzungsweise auch einige Kunden verloren. Ich war auch gar nicht begeistert, dass der Zugang mit meinem Opera 6 nicht mehr funktionierte - aber wenigstens geht jetzt Opera 7, der vorher nicht ging (versteh' das einer - ich nicht. Scheiß Browsererkennungsabfrage!).
Solche Relaunches sind aber in der Tat hinsichtlich der Zugänglichkeit für alle Browser nicht ohne. Die Bank wird zwar durch Statistikauswertung vorher ungefähr wissen, welche Browser anteilsmäßig verwendet werden, aber jeder Kundenverlust in dem Geschäft tut sicher weh. Und die Argumentation "Opera wird ja nur von 0,5% der Kunden genutzt" resultiert bei 500.000 Kunden dann eben in einem Verlust von 2500 bislang zufriedenen, zahlenden und möglicherweise nicht schlecht Umsatz generierenden Kunden, die ihren Unmut über "diese blöde Bank" dann künftig lauthals oder subtil in der Welt verbreiten werden.
Die Alternative: Einfach eine vernünftige Seite machen, die mit allen Browsern läuft. Ich konnte schon beim alten comdirekt-Auftritt nicht nachvollziehen, wo denn die spezielle Problematik eines Opera-Browsers sein soll. Er kann Framesets, HTML-Seiten und Formulare darstellen und beherrscht 128-Bit-SSL zur Verschlüsselung. Und aus mehr besteht ein OnlineBanking-Zugang im Prinzip nicht. Warum glaubt die Bank, besser zu wissen, welche Browser verwendet werden dürfen? Warum wird die Nicht-Zulassung von exotischeren Browsern mit Sicherheitsgründen begründet, aber der IE dennoch zugelassen, der nachweisbar immer noch mehr als 15 (ich glaube, der aktuelle Stand ist 20) unbehobene, schwerwiegende Sicherheitsprobleme hat?
Vielleicht bin ich aber auch nur noch nicht fest genug vom "Großen Bruder" überzeugt und sollte dringend mal über einen Besuch in Zimmer 101 nachdenken... :)
- Sven Rautenberg
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