Hallo,
ich möchte Deine wohlgedachten Überlegungen um Gottes Willen nicht als "falsch" oder ähnliches bezeichnen. Zumal es Dine urpersönlichsten Gedanken sind. Auch denke ich gehässiger weise bei nicht wenigen "Mit Eltern": "hätten die sich das nicht doch noch mal überlegen können?"
Aber: aus eigener Erfahrung weiß ich, das der Wille Vater zu sein absolut fest in mir drin war. Natürlich kann ich ihn auch etwas sezieren, Eitelkeit, Unsterblichkeitsgelüste, Spaß etc gehören dazu, aber da ist noch mehr, was gar nicht seziert werden braucht. - Wenn ich, um endlich zum Punkt zu kommen ;-), angefangen hätte, mir die "rationalen" Dinge auszumalen, die Du anführst, hätte ich doch keine bekommen. Wenn ich wirklich alles überlege, von der Umwelt (nicht im rein "Öko"-Sinne) über die Zukunftsaussichten über mein eigenes arg geschmäleres Einkommen bis hin zum Wissen, das ich die Sünden meiner Eltern widerhole und schon jetzt in beide Kinder Psychosen gesetzt habe, die ich später sicherlich vom "Drogenterapeuthen" meiner Kinder serviert bekomme - dann hätte ich doch besser keine Kinder bekommen.
Der Trick ist, diese Verkopfung einmal (zweimal, dreimal) auch abzuschalten und einfach in den Bauch zu hören. Und da stand ein dickes JA zu eigenen Kindern. Steht da ein NEIN, ist das auch mehr als zu respektieren (und es gibt für mich keinen gesellschaftlich relevanten Grund, dieses NEIN nun mit schnöden Geldgeschenken oder Rentenmoralfragen in ein JA zu biegen....) - Aber etwas weniger Verkopfung würde vielleicht unserem Land bezüglich "Kinderbekommen" auch gut tun. (Das ist auch einer der Haubtgründe, warum "schlichtere" Mitbürger mehr Kinder in die Welt setzen und die Kinderlosigkiet eher in "Akademikerkreisen" um sich greift....)
Chräcker