Thoralf Knuth: Bitte nicht antworten Domaingrabbing!

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Hallo,

Ganz so kann man das nicht vergleichen...
Letztlich schadet sich ein Kunde mit einem schlechten Webauftritt "nur" selbst.
Darauf kann man Ihn zwar hinweisen aber wenn er es nichts desto Trotz so will, sein Problem.
Du setzt aber Deine juristischen Fähigkeiten dazu ein im Auftrage eines Mandanten jemanden anderen zu "schädigen" (nicht im juristischen Sinne sondern aus moralischer Sicht).

stimmt, das lernt man aber in den ersten Semestern schon, dass Recht, Moral, Recht haben und Recht bekommen verschiedene Dinge sind. Und was ich ganz klar sehe, es gibt daraus nur einen Ausweg, nämlich den, wie er mal gedacht war. Dass deutsche Richter/innen mal wieder den Schneid finden, nicht alles und jedes vergleichen oder einstellen zu wollen, sondern wieder entscheiden. Und gerade bei solchen moralisch bedenklichen Versuchen der Akquise wäre es sehr heilsam, wenn eine solche Klageabweisung samt zugehörigem Kostenentscheid erginge. Das würde diesen Versuchen recht zügig einen Riegel vorschieben. Nur ist eben diese Entscheidung keine, die ein Anwalt (oder meinereiner) treffen kann und soll. Unser Rechtssystem funktioniert so, dass diese Entscheidung das Gericht trifft. Sicherlich versuche ich vorher schon, Verständnis für die Funktionsweise zu bringen. Aber in der praktischen Arbeit funktioniert es eben nicht immer. Ich will mein Geld, ich fühle mich ungerecht behandelt, ich will meine Domain, ich will die Seite, ich will, dass der da wegkommt. Und es ist sehr schwer, solche 'Ich will'-Menschen zu überzeugen. Denn Du kannst denen das nicht ausreden sondern sie nur dazu zu bringen nachzudenken. Wie es damit in DE bestellt ist, dürfte illusionslos betrachtet traurig sein. Und wenn Du 3-4x Mandate abgelehnt hast, die ein anderer annimmt und nach geltender Rechtslage 'gewinnt' (Gegenseite gibt wegen Kostenrisiko nach), dann gehen Dir ziemlich schnell die Mandate aus.

Gruß, Thoralf

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Sic Luceat Lux!