Grüß Gott,
Gestern habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich eine Telefonrechnung über fast 90 Euro aus dem Kasten zog. Eine kurze Kontrolle, ah ja, Grundgebühr bei rund 33 Euro (ISDN mit XXL Local macht's möglich), die üblichen Handy- und Ferngespräche, Abrechnung anderer Anbieter, soweit alles in Ordnung.
Und dann plötzlich 42 Euro für Ortsgespräche?
Der Einzelverbindungsnachweis bringt es an den Tag: Ab dem 5. Mai hat die Telekom angefangen, uns die Verbindungen ins Rechenzentrum der Uni abzurechnen. Und zwar zu Phantasiepreisen von fast 5 ct. pro Minute. Bei einer WG kommt da schon was zusammen.
Nun heißt es ja in der Werbung für XXL Local, alle Ortsgespräche seien kostenlos. Fußnote: Ausgenommen Verbindungen zu Online-Diensten. Aus diesem Grund habe ich vor der Auftragserteilung (Mitte April) im T-Punkt angefragt, wie es da mit dem Uni-RZ aussieht: "Nein, das ist kostenlos, das ist ja kein kommerzieller Anbieter. Sie können damit also rund um die Uhr verbunden sein, und es kostet nichts." Das ist eine eindeutige Aussage, oder?
Auf Anfrage bei der Kundenbetreuung hieß es dann, diese Nummer sei in einer Liste ("XXL-Blacklist", Stand: 4. Mai) als "Rufnummer, die zur Datenübermittlung verwendet wird" aufgeführt und demnach kostenpflichtig. Seit dem 5. Mai...!
Und jetzt soll ich 42 Euro zahlen, nur weil die Kollegin im Telekomladen sich nicht auskennt oder weil die Telekom ihre Geschäftsbedingungen ändert und es mir nicht sagt? Was soll ich jetzt tun? Eine Beschwerde bei der Telekom erscheint mir relativ aussichtslos -- und das ist jetzt keine phlegmatische Resignation, sondern ein Erfahrungswert :-(
Wütend,
Johan
Ceterum censeo explorinem esse delendam!