Moin!
"Sollte das nicht geschehen, wird <Auftraggeber> von all seinen vertraglichen Pflichten entbunden."
Im Prinzip kannst du dich mental drauf einstellen, dass <Auftraggeber> das beabsichtigt hat. Natürlich kann ein Brief auch mal aus Versehen zwei Wochen liegenbleiben, aber das Verhalten ist irgendwie schon kennzeichnend.
Ich habe sofort den Auftraggeber angemailt und gefragt, was zu tun ist und wie die noch offenen Fragen zu regeln sind, aber seither kam keine Antwort, und ich bin nicht sicher, ob noch eine kommen wird...
Sowas regelt man ja auch telefonisch. Obwohl der Erfolg dabei der gleiche sein kann, denn auch <Auftraggeber> gehen manchmal einfach nicht ran, oder sind gerade "nicht da", "in einer Besprechung", "im Auto unterwegs", "rufen sofort zurück" oder ähnliches - worauf man dann bis zum Ende der Welt wartet.
Nun handelt es sich bei dem Auftrag um etwas mir sehr wichtiges, und es ist mir im Prinzip eine Ehre, diesen Auftrag bekommen zu haben. Nur das mit dem Vertrag trübt die Stimmung etwas.
Ehre hin oder her - die Zusammenarbeit muß stimmen. Insofern mutmaße ich, dass der <Auftraggeber> jetzt wohl doch keinen Auftrag mehr zu vergeben hat, sich aber aufgrund der fortgeschrittenen Verhandlungslage nicht in der Lage sieht, einen für ihn kostenlosen Rückzieher zu machen (denn man kann auch mündlich Verträge schließen - vielleicht ist das geschehen bzw. wird befürchtet) und versucht sich auf diese Weise aus der Vertragsbindung zu lösen.
- Sven Rautenberg