hallo,
Der Nachteil von emulierter Hardware in einer virtuellen Maschine ist die verringerte Leistungsfähigkeit. Gerade bei der Grafikkarte macht sich dies bemerkbar (wobei "bemerkbar" noch stark untertrieben ist), wenn man grafisch aufwändige Software ausführen möchte.
Wenn man das wirklich unbedingt machen will oder muß, ist es eh unsinnig, das auf eine virtuelle Maschine zu legen. Das kann dann eine physische Maschine immer noch deutlich beser. Um das zu verdeutlichen: es würde mir im Traum nicht einfallen, auf einem virtuellen Gastsystem ein Video neu rendern zu wollen (beispielsweise mit Adobe Premiere). Das dauert sowieso ein paar Stunden, wenn es ein ganzer Kinofilm ist. Und ich möchte in einer virtuellen Maschine auch nicht ewig lange eine fraktale Grafik bauen lassen, obwohl ich in Fraktale geradezu vernarrt bin. Wenn man weiß, daß man solche Sachen basteln möchte, sollen die doch bitteschön auf einer physischen Maschine laufen - notfalls über Nacht, man hat dann genügend Zeit, die Frau/Freundin zwischenzeitlich auch noch zu "behandeln" (das ist wörtlich zu nehmen), und am nächsten Morgen ist dann das System mit dem Rendern fertig.
Irgendwie läuft diese Debatte "schief", fürchte ich. Ich erwarte von einem virtuellen System lediglich "Grundfunktionen" - es soll online gehen können, Dateien neu anlegen und/oder löschen können, es soll mir gerade bei der Webseitenentwicklung unterschiedliche Browser zur Verfügung stellen. Aber "aufwendige" Software möchte ich nicht über eine virtuelle Maschine bedienen. Jedenfalls nicht auf nur einem physischen Rwchner - auf einem Netzwerkrechner, der selbst keine eigene Platte hat, dafür aber genügend RAM und CPU-Leistung, sieht das schon wieder anders aus. Nur ist _das_ ein völlig anderes Thema.
Es gibt Betriebssysteme, bei denen mehrere Hardwareprofile eingerichtet werden können, die man beim Booten auswählen kann.
Das geht auch mit virtuellen Maschinen in VMWare. Sehr viel Sinn macht es allerdings auch nicht.
Ich fand in sich speziell mit VMWare beschäftigenden Foren/Boards, Beiträge die sich diesem Thema widmeten. Allerdings hab ich mir davon keine Lesezeichen angelegt.
Ein VMWare-Forum, das ich durchaus empfehlen kann, ist http://vmware.itst.org - inoffiziell, aber dafür deutschsprachig, und ein paar erfahrene VMWare-Benutzer gibts da auch.
Ashura, eine einzelne Grafikkarte direkt und gleichzeitig von zwei Systemen ansteuern zu wollen, wovon mindestens eins nicht weiß, dass es nicht alleine läuft, geht mit aktueller Hardware nicht.
ACK. Das scheint mir bei Ashura immer noch das zentrale Verständnisproblem zu sein. Allerdings ist es bei dir nun wieder ein Ausdrucksproblem: mit "aktueller Hardware" geht das sehr wohl, aber es geht eben _nicht_ mit einer bestimmten Grafikkarte. Das einzige, wa an "aktueller Hardware" in einer über VMWare realisierten virtuellen Maschine "geht", ist die Nutzung einer physischen Platte bzw. physischen Partition. Alles andre, was der Host vielleicht an physischer Hardware für Schmankerln und Besonderheiten enthält, ist für eine VMWare-Maschine völlig uninteressant, es existiert einfach nicht. Für qemu und bochs kann ich das nicht mit derselben Bestimmtheit aussagen, aber nach meiner bisherigen Kenntnis verhalten sich diese beiden in diesem Punkt genauso wie VMWare.
Wie soll der Gast wissen, welche Bilschirmfläche für ihn reserviert ist
Gar keine. Die kann der "Gast" selber festlegen.
Mit den Eingabegeräten geht es weiter. Wie soll eine Übergabe der Steuerung stattfinden, wenn es dafür keine Norm gibt? Etc. pp.
<ächz>Nein doch. Der Gast ist _virtuell_ und bleibt es selbst dann, wenn er eine physische Platte oder Partition gemounted hat. Solche Überlegungen sind irrelevant - Widerstand ist zwecklos.</ächz>
Grüße aus Berlin
Christoph S.
PS: ich bin nicht sicher, ob ein solcher Thread als Motivation ausreicht. Aber ich kriege schon richtig Lust, noch einen Feature-Artikel über virtuelle Maschinen zu schreiben. Der würde sich natürlich nicht auf VMWare beschränken dürfen. Was meint ihr dazu?