Was daran vorteilheift sein soll, dass z.B. in manchen Bundesländern Studiengebühren fällig sind und in anderen nicht (ähnlich wird's wohl auch beim Theman Rauch"verbot" enden), hat sich mir nie erschlossen. Entweder Studiengebühren sind richtig und gut oder nicht. Punktum.
Der Witz ist ja, dass niemand genau weiss, ob Studiengebühren "richtig und gut sind" oder auch nicht. Die Idee des Föderalismus ist der Wettbewerb der einzelnen deutschen Substrukturen, d.h. in diesem konkreten Fall, dass experimentell von einigen Bundesländern herausgefunden werden kann, ob die o.g. Gebühren das Bildungsniveau positiv beeinflussen und dennoch finanzierbar bleibt oder auch nicht.
In der Umsetzung und nur in der Umsetzung ist der deutsche Föderalismus problematisch, bspw. der sog. Länderfinanzausgleich, der den Wettbewerbsgedanken negiert.
Zuallerletzt stellt sich noch die Frage, ob nicht das allg. Lebensniveau innerhalb Deutschlands auseinanderlaufen wird, wenn der konzeptionell richtige Föderalismus konzeptionell richtig "gelebt" wird.
Antwort:
Ja, das wird der Fall sein.
Therapie:
- Keine, wenn ein unterschiedliches Lebensniveau innerhalb Deutschlands allgemein als normal empfunden werden kann. (Ich z.B. würde das aushalten. LOL)
- Nationale (Einmal-)Massnahmen könnten die auseinandergelaufenen Niveaus wieder zurechtrücken. (Dann wäre auch der typisch deutsche Neidtrieb befriedigt, aber konzeptionell richtig wäre das natürlich nicht.)