Hallo allerseits,
mit "Produktaktivierung" meine ich im Folgenden das Schema, wie es z.B. in Windows XP umgesetzt ist. Vereinfacht gesagt, wird die Software auf technischem Weg an die jeweilige Hardwarekonfiguration des Kunden gebunden. Will dieser das Produkt dann z.B. auf einem neuen Rechner nutzen, muss er vom Softwarehersteller einen neuen Aktivierungsschlüssel anfordern.
Inzwischen folgen ja mehrere Softwarehersteller dem Beispiel von Microsoft und bauen eine Produktaktivierung in ihre Software ein. Ist es eigentlich dem Softwarehersteller erlaubt, auf diesem Wege kostenpflichtige (oder auch kostenlose) Updates zu erzwingen, wenn ich die Software auf einem neuen Rechner nutzen will? Schiebt die gängige Rechtsprechung dem prinzipiell einen Riegel vor? Oder bin ich dem Hersteller in diesem Punkt ausgeliefert?
Oder nehmen wir den dramatischeren Fall - und ich bin sicher nicht der einzige, der diese Frage stellt: Was, wenn der Hersteller ganz von der Bildfläche verschwindet und niemand den Aktivierungsservice übernimmt? Hersteller weg - Software weg? Oder wäre das rechtlich irgendwie ein Spezialfall? Wäre es mir in so einem Fall erlaubt, die Aktivierungssperre ganz "rauszuhacken" (sofern ich dazu in der Lage bin), um die Software auf einem neuen Rechner weiterhin nutzen zu können?
Oder besteht die einzige Möglichkeit, diesen Problemen auszuweichen, darin, auf Software mit Produktaktivierung ganz zu verzichten?
Def
PS: Mir ist klar, dass keine Antwort hier eine Rechtsberatung ersetzt. Im Zweifelsfall gehe ich zu einem Anwalt meines Vertrauens. ;-)