Marc Reichelt: Transrapid

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Hallo Martin,

Ich bin vor etwa zwei Jahren genau dort gewesen und wollte auch gern mal Transrapid probefahren, und da hing am Informationszentrum leider nur ein Zettel, der mir mitteilte, dass die Fahrten wegen einer technischen Störung erst zwei bis drei Tage später wieder aufgenommen werden könnten. Und trotzdem rauschte ein Zug vorbei, während ich noch enttäuscht und bedröppelt in der Gegend stand.
Gemeinheit... :-(

Das ist natürlich eine Enttäuschung, kann ich mir vorstellen...
Es ist halt immer noch nur eine Teststrecke, und dementsprechend ist der Transrapid dort manchmal für den durchschnittlichen Besucher gesperrt.

Das ist klar - aber ist es nicht auch so, dass der Transrapid erst bei längeren Strecken seine Vorzüge ausspielen kann? Bei den Strecken in Deutschland, wo er mal im Gespräch war (Ballungsraum Rhein/Ruhr, München Zentrum-Flughafen) hätte er kaum genug Fahrstrecke gehabt, um wirtschaftlich zu sein. Der Energieaufwand zum Beschleunigen und Abbremsen wäre gemessen an der Fahrstrecke unwirtschaftlich hoch gewesen.
Oder wurde ich da auch falsch informiert?

Da bist du falsch informiert.
Erst mal: Die Energie, die zum Beschleunigen hineingesteckt wird, kann beim Abbremsen des Transrapids wieder vollständig in das Netz zurückgespeist werden. Im Emsland stimmt das nicht ganz, denn dort wird die Bremsenergie in riesigen Heißluftwiderständen verbraten - ist halt noch eine ältere Strecke.
Die Energie, die aufgebracht werden muss, ist vor allem der Kampf gegen den Luftwiderstand, plus die Energie, die aufgebracht werden muss, um den Transrapid in die Luft zu heben. Und die ist ziemlich gering: Um eine Tonne Transrapid für eine Stunde lang in die Luft zu heben, benötigt man nur eine Kilowattstunde (!).

Im Emsland beschleunigt der Transrapid in der Nordrichtung bis auf 200 km/h (schneller darf er nicht über die Biegeweiche fahren, weil diese seitlich abzweigt). In gerader Linie (Richtung Süden) darf der Transrapid ohne Probleme mit 400 km/h über die Weiche fahren. Daher hat der Transrapid im Emsland nur eine sehr kurze Beschleunigungsstrecke:

Da du das Beispiel München angesprochen hast: In München ist eine Strecke von mehr als 30 km geplant. Und diese geplante Strecke ist - im Gegensatz zum Emsland - nicht so stark gewunden, und ohne abbiegende Weichen. Das heißt, dass der Transrapid in München länger bei Höchstgeschwindigkeit fahren könnte, als es im Emsland möglich ist.

Natürlich rechnet sich der Transrapid umso mehr, je länger die Strecke ist, das liegt aber in der Natur der Sache.

Als Ersatz zu S-Bahnen oder Bussen, die sehr oft anhalten müssen, dient er nicht.

Dann betrachte meinen obigen Absatz bitte als solche Frage. ;-)

Hab ich gemacht. ;)

Grüße

Marc Reichelt || http://www.marcreichelt.de/

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