Da du das Beispiel München angesprochen hast: In München ist eine Strecke von mehr als 30 km geplant. Und diese geplante Strecke ist - im Gegensatz zum Emsland - nicht so stark gewunden, und ohne abbiegende Weichen. Das heißt, dass der Transrapid in München länger bei Höchstgeschwindigkeit fahren könnte, als es im Emsland möglich ist.
Bei neuer Technik wird gerne mal das was techn. möglich wäre angepriesen, was dann hinten rauskommt ist eine andere Frage.
Aber das Problem sehe ich eher in dem vierten Verkehrsmittel. Deutschland ist eines der dichst besiedelsten Flächenländer der Erde. Strasse und Schiene neben so viel Platz weg, dass vielerorts heftig darüber gestritten wird noch mehr Trassen zu bauen. Und es ist nunmal so Flugzeuge brauchen relativ wenig Platz, auch wenn sie in vielen Punkten unökonomisch und unökologisch sind (das wir das alles ausserdem subventionieren, halte ich für einen Skandal).
Der Transrapid braucht eine eigene Trasse (angeblich paßt sie auf den Mittelstreifen bestehender Autobahnen, dass glaub ich nur bedingt) eigene Bahnhöfe und was weiß ich was noch zu einer Transrapidbahn an Infrastruktur gehört (Hallen für Reinigung und Reparaturen).
Da kein Rapidbefürworter Eisenbahn oder Flugzeuge abschaffen will. Sollen den Menschen noch ein zusätzliches Verkehrmittel zugemutet werden, mit den ganzen Emissionen die dazu gehören. Das kannst du nur dort machen, wo Fläche vorhanden ist und ganz wenige Menschen oder Menschen die sich nicht wehren dürfen (wie China)
Ich geb zu, ich bin (wie wahrscheinlich viele Männer) Technikfan und für mich hört sich die Technik des Transrapids sehr vernüftig an. Doch ist in der Realität nicht nur die techn. Vernunft das oberste Gebot. Daneben gibt es noch menschliche Bedürfnisse und leider auch polit./wirtsch. Lobby
Struppi.