Also ich habe in der Tat kein Auto, genau aus dem Grund fahre ich fast ausschließlich Fahrrad und spare bei jeder Gelegenheit Energie.
Mach ich zwar auch, wird aber nicht das Problem lösen.
Wichtiger sind natürlich die Unternehmen. Hier helfen vermutlich nur die konsequente Anwendung von Emissionsrechten (Coase-Theorem). Solange es aber keine Weltregierung ist, kann man Marktversagen in Form von Umweltverschmutzung sicher kaum lösen. Das ist das Hauptproblem.
Ich denke solange 1/3 der Weltbevölkerung nicht genug zu essen haben, ist Umweltverschmutzung nur am Rande ein Problem (ein größeres ist das Bevölkerungswachstum, was seltsamerweise hier aus egoistischen Gründen umgekehrt gesehen wird). Anderseits sieht man aber gerade in Indien und China wie's aussieht, wenn die Menschen zwar satt werden und ein Dach über dem Kopf haben, aber eben die Menschen vergiftet werden (oft einfach nur damit wir billige Ware bekommen).
Diesen Weg hat Westeuropa und Nordamerika hinter sich und nur dort unterliegen die Unternehmen den entsprechenden Auflagen und die Menschen (also die breite Masse, nicht einzelne) machen sich Gedanken über Umweltverschmutzung. Anderswo wird es einfach noch dauern. Auch die Chinesen und Inder wollen erstmal ihre Natur kultivieren und ihren Lebenstandard auf unser Niveau hieven und dann sich Fragen was haben wir falsch gemacht, was können wir besser machen.
Dabei hilft es aber nicht an Symptomen rumzudoktorn, China und Indien werden kurzfristig nicht mit Emissionsbeschränkungen leben können. Um die Energieversorgung aber langfristig für alle Menschen zu gewährleisten, werden ganz andere Wege nötig sein, als sich Gedanken über die Menge der verbrannten Fossilen Energieträger zu machen, die sowieso früher oder ein bisschen später zu Ende gehen.
Sei einfach froh das du überhaupt die Möglichkeit hast dir darüber Gedanken machen kannst, du lebst in einer priviligierten Region.
Struppi.
Javascript ist toll (Perl auch!)