gant: Wie sucht und findet der Mensch

Hallo

Im Rahmen einer Arbeit möchte ich ein Kapitel schreiben, welches darauf eingeht, wie ein Mensch vorgeht, um etwas bestimmtes zu suchen und was für Hilfsmittel dazu geeignet sind. Alle 'Dinge', die gefunden werden sollen befinden sich in einem Repository. Um das Finden von 'Dingen' zu  unterstützen sehe ich zwei wesentliche Punkte:

  1. Der Index, eine Liste aller 'Dinge' und deren Pfad.
  2. Eine Volltextsuche

In meinem Repository haben die 'Dinge' einerseits bestimmte Eigenschaften, und sind andererseits von unterschiedlicher Natur. Als Beispiel:
In einem Kleiderschrank gibt es Hosen, Schuhe und Bekleidung für den Oberkörper (die unterschiedliche Natur) bei den Hosen z.b. gibt es dann die lange und die kurze Hose, diese jeweils in Jeansstoff und Flanell und alles wiederum in diversen Farben.

Wie geht nun der Mensch intuitiv vor, um etwas passendes zu finden?

Kennt Ihr allenfalls Links zum Thema z.B. aus der Psychologie oder der Verhaltensforschung?

Danke und Grüsse
gant

  1. Interessantes Thema. Ich persönlich würde sagen, das solche Sachen wie Farben, Stoff und so weiter nicht weiter ausschlaggebend sind. Sowas kann man mit "Beliebtheit in %" zusammenfassen. So wird die Suche zum Kinderspiel. Obwohl so Eigenschaften wie Stoff, Art der Klammotte und Farbe vielleicht doch wichtig wären. Aber mit der Beliebtheit bist du gut beraten. So kannst du zum Beispiel ein Kleidungsstück folgenderweise suchen: "Ich suche alle langen Hosen, die blau sind und die ich nicht so gerne trage" - also eine Beliebtheit locker unter 40% haben. Ich bezweifel zwar, dass jemand vor'm Schrank steht und sagt, die Hose gefällt mir zu 70%, aber zur Verallgemeinerung des Geschmacks kann man das so ausdrücken. Zumindest stehe ich vor'm Schrank und überlege, welche Sachen ich gerne anziehen möchte und erstelle mir im Kopf eine Art "Top-Liste". Natürlich muss man noch mit einbeziehen, dass die beliebteste Kleidung nicht zu oft getragen wird, aber in meiner persönlichen "Top-Liste" ist das drin. OMG liest sich das krank ;-)
    Aber eigentlich ist es ja so: Ich möchte gerne meinen schwarzen Lieblings-Pulli anziehen. Den hatte ich aber erst letzte Woche an und damit's nicht so aussieht, als würde ich ständig in den gleichen Klamotten herum rennen, ziehe ich eben den etwas unbeliebteren blauen Pulli an. Aber moment - der ist ja in der Wäsche, also nehme ich den beigen Pulli und dazu 'ne braune Hose. Also ich denke, da läuft nicht viel über Verhaltensforschung bzw. glaube ich nicht, dass sich damit schon jemand beschäftigt hat - sowas ist einfach der individuelle Geschmack. Mehr nüscht. Mit den Prozentangaben und den Eigenschaften könnte man sogar eine Art künstliche Intelligenz basteln, die über eine Datenbank deine Bekleidung zusammen puzzled. Farblich passend und stets darauf bedacht, Beliebtheit und Häufigkeit des Tragens in der Waage zu halten. Wie geil ist das denn? Wie schnell würde man dann die Freundin beim Kleidersuchen abservieren. Niemals mehr langes Warten *träum* ;-)

    HTH

    1. Klingt interessant. Vielleicht hat ja jeder so eine Art Liste im Kopf, und jedesmal wenn man etwas trägt rutscht es wieder runter. Sachen die man sehr gerne hat klettern dann wieder schneller rauf als Sachen die man gar nicht gern hat. Manche Sachen bleiben auch einfach auf ihrer Position. Das sind dann die, die man beim nächsten Wohnungsumzug wieder zum ersten Mal angreift.

      Fraglich ist dann nur wie man folgendes Erklären kann:

      Montag: Gelbes Shirt Dienstag: Rotes Shirt Mittwoch: Gelbes Shirt: Donnerstag: Rotes Shirt, am Abend zur Wäsche Freitag: Gelbes Shirt, am Abend zur Wäsche

      Vielleicht gibt es ja für benutzte Kleidung eine eigene Liste die zuerst durchgesucht wird und nur wenn man dort nix findet geht ma zu den firschen Sachen über. Kommen die Sachen aus der Wäsche zurück, kommen sie wieder auf die erste Liste.

      Wissenschaftlich untersuchen könnte man das Ganze nun anhand der Wäschestapel in Kleiderschränken, die sollten das ganz gut abbilden.

    2. Tach Daniel

      das Problem mit der Kleider suchenden Freundin, die sich nicht entscheiden kann ob sie das kleine Schwarze oder doch lieber die Schwangerschaftsdehnbarhosen ließe sich allerdings kostenaufwändig so lösen

      http://www.heise.de/tr/artikel/80089

      Gruß Josef

  2. Hallo gant!

    Wie geht nun der Mensch intuitiv vor, um etwas passendes zu finden?

    Der Mensch sucht nach Bedeutungen. Ein mögliches Stichwort für dich "semantische Suche".

    Ein Beispiel: http://www.mindfactory.ch/pdf/wp_suche.pdf

    Beste Grüsse
    Richard

  3. tach gant
    Mensch nutzt seine Sensorik, Flanell von Seide oder Samt unterscheiden kann
    Gruß Josef