Ach Du je, da biste in was ganz Wunderbares hineingeschliddert. Mein Tipp: frag nen Anwalt!!! Hier wirst Du bestenfalls Meinungen auf Basis von zusammengepfücktem Halbwissen bekommen...so auch die meine: ;-)
1. Entscheidende Frage ist erst mal, ob ein rechtsgültiger Vertrag geschlossen wurde. Sonst weißt Du ja überhaupt nicht, ob Du Dich auf eine mögliche gerichtliche Auseinandersetzung einlassen solltest oder besser nicht. Schließlich kann man diesem Verein ja nicht vorwerfen, dass die Kosten verschleiert wurden. Ist auf der Seite ja alles bestens nachzulesen.
2. Da Du sicher nicht der Einzige auf diesem Planeten bist, dem dieses Unheil widerfahren ist, mach Dich auf die Suche nach Verbündeten. Vielleicht gibts ja schon ne Sammelklage oder etwas in der Art. Google ist Dein Freund.
3. Wenn Du ausreichend hart gesotten bist, kannst Du es natürlich auch aussitzen. Wie Du schon richtig gesagt hast, gibts keine Unterschrift von Dir. Ergo ließe sich der Vertrag nur via IP und Zugangsdaten vom Provider verifizieren. Die gibts aber nur auf richterlichen Beschluss, und ob das Inkasso-Büro so weit geht, ist fraglich. Die Drohung mit der Pfändung klingt in meinen Ohren reichlich dramatisiert - sowas dürfte bei Inkasso-Firmen aber Usus sein. Die wollen Dich schließlich zum Zahlen überreden. ;-)
4. Was mich gewundert hat, ist die Tatsache, dass Dir der Verein sofort (wenn auch gegen Gebühr) ein Stornierung des Vertrags angeboten hat. Schließlich beträgt die Vertragslaufzeit laut AGB 6 Monate. Warum also sich mit 50 Öcken abspeisen lassen. Das legt die Vermutung nahe, dass die Nummer rechtlich so wasserdicht nicht ist - sonst hätten sie Dich ja die 6 Monate voll bezahlen lassen.
Aber wie gesagt: frag nen Anwalt - besser isses!
Cheers
Cervantes