Jan K.: etwas OT externe Stromversorgung für 5 1/4 device

Hallo zusammen,

ich hab mir eine Grafikkarte gekauft, die einen extra Stromanschluss benötig. Nach ca. 3min betrieb schaltet sich der Rechner ab, da das Netzteil überlastet wird.

Nun will ich mir nicht extra für 100 euros nen neues Netzteil kaufen, die passenden Bauteile wie nen 5V und 12V Spannungsregeler hab ich noch.(davon mal abgesehen das ich mal bei pearl oder so ne externe spannungsversorgung für ne grafikkarte gesehn hab, aber sowas nich mehr finde. Wenn jemanden sowas zufällig grad über den weg gelaufen ist den link mal bitte posten)

Was ich bisher an Infos zu dem  5 1/4 kabel habe ist +-5% Spannunsschwankung. Soweit sogut nun könnt ich das gleich zusammenlöten und das gute Stück u.U. ins Nirvana schicken.
Nach meiner Meinung müsste das ohne Probleme funktionieren, also nen externes Netzteil das besispielsweise 12V liefert als Quelle benutzen, nen 12V und 5V Spannungsregeler mit den entsprechenden Tolleranzen und die passenden Kondensatoren auf ne platine Löten und an ne Slotblende schrauben. Was mich da etwas unsicher macht war der Schaltplan eines ATX netzteils beidem Pulsweitenmodulation und einige RC und noch viel schlimmer LC Glieder eingesetzt wurden.

Irgendwelche Schwingkreise zu berechnen kann ich nu wirklich nichmehr, aber meiner meinung nach wird die PWM "nur" zur Leistungsanpassung verwendet um nicht andauernd (wie in meiner geplanten schaltung ;) ) Energie zu verni ähm verschwenden, was dann wieder bestimmte LC komponenten zur Filterung benötigt.

Also kurz gesagt, hat hier jemand eine Konkrete vorstellung ob ich zur Versorgung einer PC komponente wie eines CD ROM`s oder einer Grafikkarte einfach 2 Spannungsregeler mit einer Gleichspannungsquelle verwenden kann?

Gruß,

Jan

  1. Hallo Jan,

    Also kurz gesagt, hat hier jemand eine Konkrete vorstellung ob ich zur Versorgung einer PC komponente wie eines CD ROM`s oder einer Grafikkarte einfach 2 Spannungsregeler mit einer Gleichspannungsquelle verwenden kann?

    das ist grundsätzlich kein Problem.
    An die 12V-Versorgung werden auch keine allzu großen Qualitätsansprüche gestellt: Auf ein halbes Volt mehr oder weniger kommt's nicht an, und wenn noch ein bisschen Brummen überlagert ist, wäre das auch nicht tragisch. Aus dem 12V-Zweig werden üblicherweise nur Komponenten versorgt, die die Energie "grobschlächtig" verwenden, etwa Lüfter oder Laufwerksantriebe.

    Auf die 5V-Versorgung sollte man dann aber etwas mehr Sorgfalt verwenden, denn davon werden direkt die Elektronik-Baugruppen von Festplatte, CD-ROM, Grafikkarte, oder was du gerade anschließen willst, versorgt. Diese Spannung sollte daher möglichst konstant sein und gut geglättet, also wenig Restwelligkeit ("ripple") aufweisen.

    Das kosmetische Manko an der Geschichte ist eben, dass du ziemlich viel Leistung in Wärme umsetzt, wenn du einen konventionellen Längsregler (z.B. 7805) einsetzt, um von 12V auf 5V zu regeln. Wenn deine Grafikkarte z.B. 3A bei 5V braucht (und das wäre noch nicht viel), dann sind das immerhin
     3A * (12V-5V) = 21W
    die da einfach verheizt werden. Schade drum - abgesehen davon, dass der Spannungsregler dann einen großen Kühlkörper braucht, um überhaupt überleben zu können.

    Unterm Strich empfehle ich dir eher, in ein fertiges Netzteil zu investieren. Entweder ein neues PC-Netzteil, das das alte ersetzt, da solltest du schon ab 20..30EUR fündig werden; oder ein zusätzliches externes Netzteil, das nur die 5V und 12V als Ausgangsspannungen liefert. Auch sowas ist für wenig Geld zu haben - ebay lässt grüßen. ;-)

    Falls du allerdings wenig Erfahrung mit derartigen Bastelarbeiten hast, solltest du unbedingt noch jemanden hinzuziehen, der auf dem Gebiet sicher und routiniert ist. Sonst hast du dir leicht dein kostbares Equipment urini ... äh, ruiniert.

    So long,
     Martin

    --
    Wenn Zeit das Kostbarste ist, was wir haben, dann ist Zeitverschwendung die größte aller Verschwendungen.
      (Benjamin Franklin, amerikanischer Tüftler und Politiker)