Salzstange: Arbeitskraft einer Firma (Einkommensteuer, Gewerbesteuer...)

[Offtopic]
Hallo,
vielleicht könnte mir jemand weiterhelfen, auch wenn man das nicht allgemein sagen. Eine grobe Rechnung würde genügen :)

Nehmen wir an, eine Firma (1-Mann Firma) bezahlt einem Arbeiter schwarz 8.- Euro auf die Stunde. (Ich weiß, sollte man nicht machen)

Mit was für einem ungefähren offiziellen Rechnungsbetrag könnte man das in etwa gleichsetzen?

Beispiel:

Schwarz  Offizielle Rechnung (SUB-Unternehmer)
8.-   11 Euro (zzgl. Mwst - Kriegt er aber wieder zurück)

Wenn er einen Arbeiter schwarz auszahlt, hat die Firma 8.- Euro mehr Gewinn, d.h. er müsste dann mehr Einkommensteuer, Gewerbesteuer usw. abrücken.
Wie viel Euro wäre das alles "ungefähr" (Der Besitzer der Firma wäre verheiratet, mehrere Kinder)

Grüße

  1. Moin!

    Nehmen wir an, eine Firma (1-Mann Firma) bezahlt einem Arbeiter schwarz 8.- Euro auf die Stunde. (Ich weiß, sollte man nicht machen)

    Mit was für einem ungefähren offiziellen Rechnungsbetrag könnte man das in etwa gleichsetzen?

    Das kann man unmöglich so sagen. Es hängt von so vielen Faktoren ab. Nur mal Beispiele:

    Geht's um eine bezahlte Stunde, als 8 Euro, oder um ein Jahr bezahlte Arbeit mit 50 Stunden die Woche ohne Urlaub, also 20800 Euro? Oder eher um ein Job im Bereich der 400-Euro-Jobs? Je nachdem fallen ja für den Lohn unterschiedliche Steuern und Sozialabgaben an.

    Wenn er einen Arbeiter schwarz auszahlt, hat die Firma 8.- Euro mehr Gewinn, d.h. er müsste dann mehr Einkommensteuer, Gewerbesteuer usw. abrücken.

    Auch das ist unmöglich zu beziffern. Gewerbesteuer fällt ja erst ab einem gewissen Umsatz an, die Einkommensteuer des Einzelunternehmers ist abhängig von seinem Einkommen etc...

    - Sven Rautenberg

    --
    "Love your nation - respect the others."
    1. Hi,
      es geht nur um eine bezahlte Stunde. Sprich, der Arbeitgeber gibt immerwieder für eine Tätigkeit 8 Euro schwarz. Diesem Arbeitgeber sollte man nun ein Angebot machen, in der er gleich gut wegkommt. Ihn praktisch überzeugen, dass er mehr davon hat, einen Sub-Unternehmen 12 Euro zu geben, anstatt einem Schwarzarbeiter 8 Euro. Da erja noch 8 Euro dann mehr verdient hat, müsste er evtl. 3-4 Euro Einkommensteuer usw...

      Der Umsatz liegt bestimmt locker über 24.500 Euro, wenn man eine Familie versorgen muss ;)
      Nehmen wir an, der Einkommen wäre ca. 40.000-50.000 Euro.

      Dennoch nicht im Groben und Ganzen zu beziffern.

      Grüße

      1. Hallo,

        Nehmen wir an, der Einkommen wäre ca. 40.000-50.000 Euro.

        Vielleicht würde hier einiges zutreffen:

        http://de.wikipedia.org/wiki/Scheinselbstständigkeit

        Grüsse

        Cyx23

      2. Diesem Arbeitgeber sollte man nun ein Angebot machen, in der er gleich gut wegkommt. Ihn praktisch überzeugen, dass er mehr davon hat, einen Sub-Unternehmen 12 Euro zu geben, anstatt einem Schwarzarbeiter 8 Euro.

        Die Obergrenze könnte man blindlings beim Höchsteinkommenssteuersatz anlegen, also irgendwo etwas unter 50%. Ich weiss, das ist Gestocher im Nebel, die Gründe wurden schon genannt, aber es passt so schön aufs Beispiel: Mit den genannten 12 Euro wäre der Subunternehmer da nämlich schon viel zu teuer.

        Vielleicht könnte man mit 10 Euro locken und sich auf 9 Euro einigen, nur frage ich mich da wiederrum, wie der Subunternehmer bei dem Bruttopreis seine Kosten bestreiten will. Netto landet man da womöglich irgendwo um 5 oder 6 Euro die Stunde - das ist ein Hungerlohn, der Zeitungsjungen gezahlt wird. Ohne eine andere Einkommensquelle in der Subunternehmerfamilie ist das eine ziemlich trübe Rechnung, die sich nicht auf Dauer durchhalten lässt …

        Es ist nicht unbedingt die Gier des Handwerksmeisters, die die Handwerkerstunde bei 40, 50 Euro landen lässt.

        1. Hello,

          Es ist nicht unbedingt die Gier des Handwerksmeisters, die die Handwerkerstunde bei 40, 50 Euro landen lässt.

          Nein, bestimmt nicht. Es ist die Gier des Staates, der hier eingreift, angeblich aus sozialen Erwägungen, die eingetriebenen Gelder aber seit Jahrzehnten schon irgendwo versickern lässt...

          "Unser Staat" sind wahrscheinlich wirklich nicht mehr wir, sondern "die da" und das Schlimme ist, kaum einer weiß mehr, wer "die da" sind.

          Harzliche Grüße vom Berg
          http://bergpost.annerschbarrich.de

          Tom

          --
          Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen
          Nur selber lernen macht schlau
          Ein Jammer ist auch, dass die Dummen so selbstsicher und die Klugen voller Zweifel sind. Das sollte uns häufiger zweifeln lassen :-)

        2. Hi,
          dann habe ich womöglich etwas falsch gerechnet.
          Ich habe als Maß etwa 40-45 % als Einkommensteuer genommen.

          11.60 zzgl Mwst. = 13.80 EUR (Mwst erhält der Arbeitgeber ja eh wieder zurück.
          Und da er die Rechnung steuerlich geltend machen kann, wird seine Einkommensteuer niedriger, als kommt er fast aufs gleiche raus. (So ähnlich hatte ich mir das vorgestellt - Ohne Gewerbesteuer, sondern nur die Einkommenssteuer draufgeschlagen)

          Wie dem auch sei. Ich versuche mal mit 11-12 Euro zzgl. Mwst einzusteigen.
          Da ich weder über die 24.500 Grenze (für Gewerbesteuer) sowie 7680.- Einkommen im Jahr liege, könnte ich mir diesen Stundenlohn leisten, ansonsten müsste das wie gesagt weitaus höher liegen, sonst würde von den 11 Euro nichts mehr übrig bleiben.

          Was ich noch klären müsste, vielleicht könnte mir jemand einen Tipp geben. Ich muss an die IHK nichts zahlen, da mein Gewerbe nur vor dem PC war. Sollte ich nun auf Achse gehen und handwerklich tätig werden, dürfte sich dies wahrscheinlich ändern. Muss ich mich da nun bei der IHK melden und mit was für Kosten könnte man so Grob rechnen?
          Sollte oder könnte man eine sonstige Versicherung abschließen, falls mal etwas schief laufen. (Man beschädigt aus Versehen etwas bei der Arbeit, murkst oder Sonstiges)

          Grüße

          1. Was ich noch klären müsste, vielleicht könnte mir jemand einen Tipp geben. Ich muss an die IHK nichts zahlen, da mein Gewerbe nur vor dem PC war.

            Der IHK-Beitrag hat nichts mit Deinem PC zu tun, sondern hängt vom Gewerbeertrag ab.

            Sollte ich nun auf Achse gehen und handwerklich tätig werden, dürfte sich dies wahrscheinlich ändern.

            Nein. Sollten Deine Erträge den Freibetrag überschreiten, würde sich das ändern.

            Solltest Du davon abgesehen tatsächlich handwerklich tätig werden, bist Du bei der IHK falsch aufgehoben, sondern gehörst zur Handwerkskammer - und brauchst unter Umständen eine entsprechende Ausbildung (Gesellenbrief). Also Vorsicht bei der Wahl der Gewerbebezeichnung.

            Muss ich mich da nun bei der IHK melden

            Du wirst vom Ordnungs- oder Gewerbeaufsichtsamt automatisch bei der IHK angemeldet, sobald Du die Gewerbeanmeldung abgegeben hast. Gleiches gilt übrigens für das Finanzamt.

            und mit was für Kosten könnte man so Grob rechnen?

            Das erfährst Du ganz genau bei der IHK.

            Sollte oder könnte man eine sonstige Versicherung abschließen, falls mal etwas schief laufen.

            Eine Haftpflichtversicherung für das Gewerbe ist sicher nicht verkehrt, kostet aber.

            1. hi,
              ich werde mich dann bezüglich dem Handwerkskammer mich informieren. Genauso, wie hoch eine Hapftpflichtversicherung für das Gewerbe wäre.

              grüßchen

  2. Hallo,

    ist Schwarzarbeit eine Ordnungswidrigkeit oder mittlerweile eine Straftat?

    vielleicht könnte mir jemand weiterhelfen, auch wenn man das nicht allgemein sagen. Eine grobe Rechnung würde genügen :)

    Verschiedenen Quellen zufolge Geldbußen "bis zu 300.000 Euro". Genügt
    hoffentlich in deinem Fall :)

    Grüsse

    Cyx23

    1. Hi,

      Verschiedenen Quellen zufolge Geldbußen "bis zu 300.000 Euro". Genügt
      hoffentlich in deinem Fall :)

      es ist ja nicht die Rede, dass so etwas Geschehen ist oder zurzeit geschieht. Deshalb ist gerade die Debatte als Sub-Unternehmer tätig zu sein und das ganze wird mit einer Schwarzarbeit mit einem mittelmäßig Lohn von 8 Euro. (Anstatt schwarz könnte man sagen, Grundlohn ohne Nebenkosten für den Arbeitgeber. Ach, wie auch immer)
      ;))))

  3. Hellihello Salzstange,

    [Offtopic]
    Hallo,
    vielleicht könnte mir jemand weiterhelfen, auch wenn man das nicht allgemein sagen. Eine grobe Rechnung würde genügen :)

    Nehmen wir an, eine Firma (1-Mann Firma) bezahlt einem Arbeiter schwarz 8.- Euro auf die Stunde. (Ich weiß, sollte man nicht machen)

    Mit was für einem ungefähren offiziellen Rechnungsbetrag könnte man das in etwa gleichsetzen?

    Beispiel:

    Schwarz  Offizielle Rechnung (SUB-Unternehmer)
    8.-   11 Euro (zzgl. Mwst - Kriegt er aber wieder zurück)

    Wenn er einen Arbeiter schwarz auszahlt, hat die Firma 8.- Euro mehr Gewinn, d.h. er müsste dann mehr Einkommensteuer, Gewerbesteuer usw. abrücken.
    Wie viel Euro wäre das alles "ungefähr" (Der Besitzer der Firma wäre verheiratet, mehrere Kinder)

    Du hast ja schon einiges gehört. Eine Variable ist der Einkommenssteuersatz Deine Arbeitgebers. Der variiert ja, je nach Einkommen, von 20%-48%(?). Zudem könnte es sein, dass Du selbst mehr Krankenkasse zahlen musst und u.U. natürlich auch Steuern.

    Ich finde den Vergleich zu eine Angestelltenverhältnis ja auch Interessant. Da würde dann einiges drauf kommen, weil Du nicht nur Sozialbeiträge zurechnen musst sondern eben auch Krankheit und Urlaub. Es wurde ja schon erwähnt: wenn Du nur für diesen Arbeitgeber tätig bist, ist das u.U. Scheinselbständigkeit, was für den Arbeitgeber ein Problem ist, nicht für Dich.

    frankx

    1. Hi,
      eine Scheinselbstständigkeit ist das nicht, da wir das Gewerbe schon seit ca 3 Jahren haben und uns um eigentliche andere Dinge kümmern.

      Bei meinem Forumseintrag ging es auch nur darum, ein gutes Angebot dem Arbeitgeber vorzulegen und zu ihn überzeugen.

      Deshalb war der Vergleich mit einer "Schwarzarbeit" evtl. nicht so angebracht. Besser wäre evtl. wenn der Arbeitgeber einen auf 400 Euro einstellt und den Arbeiter mit 8 Euro auf die Stunde vergütet. Bzw. nen Job mit 1000 Euro im Monat. Da wollte ich eben grob mithalten.

      Mit seinem 400 Euro Jober könnte ich wahrscheinlich eh nicht mithalten, da für den Arbeitgeber außer den Lohnkosten zusätzlich keine großen Kosten anfallen. Bei 1000 Euro wäre das evtl. anders, wenn es kein Minijob ist.

      Ich schlag mal 11 Euro zzgl. Mwst vor. Mal schauen was er dazu meint *gg*

      Grüße