Stefan Radewitz: Inkasso: wie mit irrsinnigen Forderungen umgehen?

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Hallo Leute,

(mal völlig OT, hoffe das ist in Ordnung)

ich sitze hier gerade über den Rechnungen eines Freundes, der in Schwierigkeiten geraten ist, und dem ich jetzt etwas helfen möchte. Um es kurz zu machen: Freund hat ne schlechte Phase, Freund kann weder Miete noch sonst was zahlen, verfällt in Depression und öffnet monatelang nicht mehr den Briefkasten. Jetzt konnte ich mir das nicht länger ansehen, habe die Post rausgefischt und stelle fest, dass sich lächerliche Minibeträge zu riesigen Geldforderungen aufgeblasen haben. Ein krasses Beispiel:

Bei einer Lebensmittelkette wird im Dezember per Karte für weniger als 6 Euro eingekauft. In der Forderung des Inkassounternehmens, die mir vorliegt, steht nun:

Hauptforderung: 5,73 EUR

Bisherige Kosten Auftraggeber: 41,10 EUR
(Mahnkosten, Rücklastschriften u.ä.)

Verzugszinsen bis heute: 0,17 EUR
Inkassokosten inkl. Kontoführungsgebühren: 16,50 EUR

Gesamtforderung: 63,50 EUR

Hallo? :)

Ich habe das Geld und den Willen, diese Rechnung und weitere ähnliche zu begleichen, das ist mir der Freund wert. Den belastet das immens, um es mal nett auszudrücken. Für mich ist das insgesamt ein halber Monatslohn, also kein Beinbruch.

Nur scheint es mir völlig irrsinnig, für eine Hauptforderung von 6 Euro, mehr als 60 Euro zu begleichen. Himmel!

Naja, meine Frage: muss jetzt der volle Beitrag bezahlt werden? Welche Tipps habt Ihr sonst auf Lager?

Danke Euch vielmals,
Stefan