Sven Rautenberg: BIOS-Passwörter und Sicherheit

Beitrag lesen

Moin!

Wenn du verhindern willst, dass sich jemand an deinen Daten zu schaffen macht (die Hardware lassen wir mal außer acht, die ist im Zweifel wiederbeschaffbar), dann mußt du deine Daten verschlüsseln.

Quatsch.
Wenn ich verhindern will, dass sich jemand an meinen Daten zu schaffen macht, muss ich dafür sorgen, dass niemand an meinen PC kommt. Ein Unbefugter müsste also erstmal gewaltsam in meine Wohnung (mein Büro, whatever) eindringen.

Staatliche Organe haben beispielsweise exakt diese Möglichkeit, ohne dass du ihnen auch nur das geringste entgegensetzen kannst. Vollkommen ohne demolierte Einrichtung, sofern du im Sinne der Schadensminimierung der Aufforderung Folge leistest und mindestens mal die Eingangstür öffnest.

Und wenn jemand _das_ geschafft hat, sind die Daten auf meinem Rechner eins meiner kleinsten Probleme! Dann kümmert mich zunächst mal meine demolierte Einrichtung, entwendete Wertsachen, der Stress mit der Kripo, mit der Versicherung usw.

Wie gesagt: Wenn die Kripo schon im Haus ist, bevor die Daten (und der Rechner) wegkommen, sind die Daten auf deinem Rechner mit Sicherheit dein größtes Problem. Und zwar unabhängig davon, was auf dem Rechner nun wirklich gespeichert war, möchte ich meinen. Wer weiß, was die Behörden zu deiner MP3-Sammlung sagen, zu deinen diversen Videodateien, dem Inhalt deines Browsercaches und der History, zu installierten Programmen und generell zu den vielen persönlichen Dateien, die über dein gesamtes Leben besser und bereitwilliger Auskunft geben, als du es in einem Verhör freiwillig tun würdest.

Ich gehe davon aus, dass der Rechner in einem gegen unbefugten Zugang gesicherten Raum steht und nicht im Hausflur.

Kein Raum ist vollständig gegen unbefugten Zugang gesichert.

Laptop-Festplatten (es ist aber nicht auf diese begrenzt, sondern generell ein Feature im ATA-Standard) besitzen ein leider wenig bekanntes Feature, intern selbst eine sichere Verschlüsselungsmethode zu kennen, die die Inhalte der Platte 100% gegen Fremdzugriff ohne Passwort absichert.

Interessant. Wie nennt sich dieses Feature, und wo kann man mehr darüber erfahren?

http://www.heise.de/ct/05/08/172/ bietet sich an. Allerdings hatte ich nicht mehr in Erinnerung, dass Datenrettungscenter angeblich doch helfen können - was wiederum dagegen spricht, das Verfahren als wirklich absolut sicher zu betrachten.

- Sven Rautenberg

--
"Love your nation - respect the others."