ZeroX: (Chemie) Hilfe bei einer Hausaufgabe

Hallo, bitte nicht gleich wegklicken, nur weil da "Hausaufgabe" in der Überschrift steht ;))

Und zwar geht es darum, dass ich im Chemie Unterricht einen Versuch machen und protokollieren muss, sowie mich mit 3 Aufgaben auseinandersetzen. Das Protokoll und die ersten zwei Aufgaben habe ich fertig, aber bei der dritten habe ich nichtmal den Ansatz einer Idee.

Ich habe eine Stammlösung (mit Wasser verdünnte Oxalsäure) in die ich ein bisschen Kaliumpermanganatlösung tropfe. Dabei färbt sich die Lösung lila und entfärbt sich nach einiger Zeit wieder. (ca. 5min)
Diesen Vorgang wiederhole ich (erneut ein paar Tropfen Kaliumpermanganatlösung) und die Lösung wird wieder lila und entfärbt sich, diesmal aber in nur einer Minute.
Nun soll ich "den Grund vermuten", warum sich die Lösung beim zweiten mal schneller entfärbt.

Eigentlich dachte ich, dass das ganze länger dauert, weil durch die vorangegangene Reaktion die Konzentration der Oxalsäure gesunken ist und das ganze damit eigentlich länger dauern sollte.
Auch die Temperatur der Lösung war beim zweiten mal identisch, sie kann also nicht der Grund sein.

Vielleicht ist ja jemand so nett und hilft mir ein bisschen (zumindest im Ansatz zu verstehen, was da vor sich geht).

Gruß.

  1. Hallo,

    Ich habe eine Stammlösung (mit Wasser verdünnte Oxalsäure) in die ich ein bisschen Kaliumpermanganatlösung tropfe.

    au weia. Das ist knapp 30 Jahre her ... und seitdem nie mehr gebraucht. Bei Kaliumpermanganat fällt mir Manganometrie ein. Also Säuregehaltbestimmung.

    Nun soll ich "den Grund vermuten", warum sich die Lösung beim zweiten mal schneller entfärbt.

    Die Säure reagiert mit dem Kaliumpermangant zu irgendwas, was die weitere Reaktion des Kaliumpermanganat mit der Säure begünstigt (Katalysator) Vielleicht reicht das deinem Lehrer für eine Vermutung. Aber anders kann ich es mir nicht erklären.

    Grüße,

    Jochen

    --
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  2. Hallo,

    Ich habe eine Stammlösung (mit Wasser verdünnte Oxalsäure) in die ich ein bisschen Kaliumpermanganatlösung tropfe. Dabei färbt sich die Lösung lila und entfärbt sich nach einiger Zeit wieder. (ca. 5min)

    Kaliumpermanganat wird reduziert zu MnO2 (Mangan IV Oxid), Oxalsäure wird oxidiert, dabei entsteht CO (Kohlenmonoxid, giftig!).

    Diesen Vorgang wiederhole ich (erneut ein paar Tropfen Kaliumpermanganatlösung) und die Lösung wird wieder lila und entfärbt sich, diesmal aber in nur einer Minute.
    Nun soll ich "den Grund vermuten", warum sich die Lösung beim zweiten mal schneller entfärbt.

    Das MnO2 (auch Braunstein genannt) liegt fein verteilt als Kolloid vor und wirkt als Katalysator.

    Ohne Gewehr ;-)
    Hotte

    1. Hallo,

      Ich habe eine Stammlösung (mit Wasser verdünnte Oxalsäure) in die ich ein bisschen Kaliumpermanganatlösung tropfe. Dabei färbt sich die Lösung lila und entfärbt sich nach einiger Zeit wieder. (ca. 5min)

      Kaliumpermanganat wird reduziert zu MnO2 (Mangan IV Oxid), Oxalsäure wird oxidiert, dabei entsteht CO (Kohlenmonoxid, giftig!).

      Die Formel der Redoxgleichung lautet:

      5 H2C2O4 + 2 MnO4(-) + 6 H30+ => 2 Mn2+ + 10 CO2 + 14 H2O
      (man müßte Latex können, dann sähe das schöner aus)

      Aber das als Zwischenschritt Braunstein entsteht halte ich auch für wahrscheinlich, ich vermute aber eher die Mn2+ als Katalysator.

      Ohne Gewehr ;-)

      dito.

      Struppi.

      1. Hallo,

        Die Formel der Redoxgleichung lautet:

        5 H2C2O4 + 2 MnO4(-) + 6 H30+ => 2 Mn2+ + 10 CO2 + 14 H2O
        (man müßte Latex können, dann sähe das schöner aus)

        Ok, also CO2 und nicht CO, wie ich vermutete, danke Struppi ;-)

        auf jeden Fall entsteht CO, wenn reine kristalline Oxalsäure mit konz. Schwefelsäure übergossen wird. Da gabs mal einen Kriminalfall, wo sich einer so vergiftet hat: der ist in einen Plastesack gekrochen und ... hops. CO wird vom Blut 400mal besser aufgenommen als O2 und ist tödlich giftig.

        Weiterhin viel Spaß beim Experimentieren ;-)
        Hotte

      2. Hello out there!

        5 H2C2O4 + 2 MnO4(-) + 6 H30+ => 2 Mn2+ + 10 CO2 + 14 H2O
        (man müßte Latex können, dann sähe das schöner aus)

        Oder Unicode:
        5 H₂C₂O₄ + 2 MnO₄⁻ + 6 H₃0⁺ → 2 Mn²⁺ + 10 CO₂ + 14 H₂O

        See ya up the road,
        Gunnar

        --
        „Und [dieses Forum] soll […] auch ein Fachforum bleiben und kein Psychologieforum werden.“ (Kirsten Evers)
        1. Oder Unicode:
          5 H₂C₂O₄ + 2 MnO₄⁻ + 6 H₃0⁺ → 2 Mn²⁺ + 10 CO₂ + 14 H₂O

          Ja, so hätte ich's gerne gehabt, wenn ich da drauf gekommen wäre ;-)

          Struppi.

  3. Hallo

    Nun soll ich "den Grund vermuten", warum sich die Lösung beim zweiten mal schneller entfärbt.

    Autokatalyse, gefunden auf Anhieb mit einer Googlesuche und den beiden Stichwörtern "Kaliumpermanganat" und "Oxalsäure":

    Was ist an einer solchen Suche so schwierig?
    Der Aufwand ist doch geringer als ein Forumsbeitrag.

    Freundliche Grüße

    Vinzenz

    1. Autokatalyse, gefunden auf Anhieb mit einer Googlesuche und den beiden Stichwörtern "Kaliumpermanganat" und "Oxalsäure":

      Was ist an einer solchen Suche so schwierig?
      Der Aufwand ist doch geringer als ein Forumsbeitrag.

      Daran ist nichts schwierig. Ich wollte aber nicht gleich die konkrete Lösung vor mir haben, sondern nur einen Denkanstoß bekommen, in welche Richtung das ganze geht.
      Danke an alle die mir geholfen haben.