Der Martin: Die Gregorianische Kalender-Reform richtig verstehen

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Hallo,

Bisher dachte ich, dass unter Papst Gregor VIII einfach nur so auf den 4.10.1582 der 15.10.1582 folgte.

richtig, die Gregorianische Kalenderreform.

01.10.1582 Montag
02.10.1582 Dienstag
03.10.1582 Mittwoch
04.10.1582 Donnerstag
15.10.1582 Freitag
16.10.1582 Samstag
17.10.1582 Sonntag

Gut, und das Intervall vom 05. bis 14.10.1582 hat es nie gegeben.

  • 4.10.1582 hat den Julianischen Tag 2299160
  • 15.10.1582 hat den Julianischen Tag 2299161
  • der 1.1.-4713 war ein Montag (Julianischer Tag == 0)

Bingo.

Für Berechnungen:

  • Rechne Julianisch, wenn der Tag vor dem 4.10.1582 liegt oder mit diesem Tag gleich ist
  • Rechne Gregorianisch, wenn der Tag nach dem 4.10.1582 liegt.

Noch besser: Rechne *immer* mit dem Julianischen Datum, also der fortlaufenden Tageszählung seit 4713 BC. Das tun die Astronomen schon immer, und es hat sich bewährt.
Es spricht nichts dagegen, auch heutige Zeitangaben als Julianisches Datum auszudrücken - im Gegenteil, damit wird die Berechnung von Zeitabständen zum Kinderspiel, eine einfache Subtraktion genügt.

Sofern Du diesen Regeln folgst, ist jeder Tag ab dem 1.1.-4713 (Julianischer Tag ist hier gleich 0) bis heute eindeutig adressierbar mit der Nummer des Julianischen Tages und dem Literal des Wochentages (Montag, Dienstag...).

Sag ich doch. ;-)

Der Dreh- und Angelpunkt der Gregorianischen Kalenderreform ist der Wochentag, nicht das Datum.

Das ist falsch.

wochentag  = 1 + (juliantag modulo 7);
wenn wochentag ist 7, setze ihn zurück auf 0

Um die Fallunterscheidung zu vermeiden, kann man das vereinfachen:

wochentag  = (juliantag+1 modulo 7);

Programmieren macht Spaß :-)

Full ACK.
Erst recht, wenn man die Zusammenhänge begreift.

Schönen Abend noch,
 Martin

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Paradox ist, wenn jemand eingefleischter Vegetarier ist.