Moin Moin!
Noch einfacher ist allerdings, SuSE komplett runter zu werfen und stattdessen ein brauchbares Linux zu installieren. (Slackware)
War das dein Werdegang? Quasi vom "betreuten Wohnen" in die "Wildnis" umgezogen?
Geiler Vergleich ...
das ist jetzt natürlich sehr plakativ. :-)
Aufgrund meiner eigenen, bisher allerdings recht geringen Erfahrung mit diversen Linuxen würde ich "betreutes Wohnen" schon eher mit Ubuntu assoziieren, mit SUSE dann schon fast eine Irrenanstalt ("ja, schmeiß das ruhig um, wenn es dir hilft, der Doktor richtet's dann wieder").
Aber der ist noch besser.
Zur Frage nach dem Werdegang:
ZX81, ZX Spectrum+, Advanced DOS 2.11 (90% MS-DOS kompatibel), MS-DOS 4.01, 5.0, 6.0, 6.2, 6.22, zwischendurch auch mal Novell DOS 7, insbesondere wegen der integrierten Personal NetWare. Die hat die seit dem Spectrum bestehende Vernetzung zu neuen Höhen getrieben. Windows 2.x, 3.0, 3.1, 3.1 für Workgroups, 3.11 für Workgroups, 95, 98, 2000. Irgendwann 1996 habe ich eine Heft-CD mit einer mehr oder weniger kastrierten Slackware 3.1 in die Finger bekommen, und bin daran fast verzweifelt. Nach drei oder vier Anläufen auf einem ausgemusterten PC habe ich es dann soweit bekommen, dass es lief, nicht zuletzt dank einem Heft "Einführung in Unix" (oder so ähnlich) aus dem RRZN. Parallel dazu habe ich auch noch mit einem "X Linux" von einer Chip-CD herumexperimentiert, das wesentlich einfacher zu installieren war, dann aber kaum interessantes bot. 1997 ist dann der zwischenzeitlich aus einem alten PC gebastete Personal Netware-Server zu einem Linux-Server mutiert, das LAN wechselte von IPX auf TCP/IP, und das 14,4er-Modem wanderte vom PC zum Server, der dann auch als Router lief.
Man könnte also sagen, dass ich Linux auf die harte Tour gelernt habe. Und genau der einfache Ansatz der Slackware ist so elegant, dass ich nichts anderes haben will. Die letzten paar Versionen (so ca. ab 11.0) bieten etwas mehr Komfort auf dem Desktop, vor allem dank hotplug und udev. Beruflich arbeite ich mit Slackware 12 auf dem Server und auf dem Desktop, und kann mich nicht beklagen. Einige kleine Macken von udev nerven etwas, z.B. das nach dem Tausch der Netzwerkkarte eth0 verschwindet und die neue Karte als eth1 auftaucht, aber wenn man weiß, welche Datei man löschen muß, ist auch das kein Problem.
Ich hab natürlich auch mit anderen Systemen gearbeitet, beruflich mit NT 4 Servern, und um es noch schlimmer zu machen: in einem Cluster! Win2000 Server, 2003 Server, Solaris 9, Win XP, Mac OS 9, Mac OS X, Redhat, Fedora, Gentoo, Debian.
Zum Spaß privat auch mal Solaris für x86, FreeBSD, OpenBSD. Immer wieder:
Knoppix, hat bei mir mittlerweile TomsRTBT verdrängt, entweder von CD oder per PXE-Boot. Und IPcop, der fli4l verdrängt hat.
Im Studium hab ich ein paar Mal mit Debian gearbeitet, den einen oder anderen Schein mit SuSE-Installationsbeschreibungen (D'oh!) eingesammelt, und die Administratoren des RZ in den Wahnsinn getrieben mit dem dezenten Hinweis, jeder Laptop-Nutzer hätte Vollzugriff auf sämtliche Home-Verzeichnisse und Mails von Studenten und Professoren. NFS ist eben nur für vertrauenswürdige Umgebungen geeignet und nicht für den harten Hochschulalltag. ;-)
Der Witz daran, mit der Slackware angefangen zu haben, ist jedoch, dass die BSDs und Solaris fast exakt genauso aussehen wie die Slackware, bis auf Kleinigkeiten wie Gerätenamen und einige kleinere Abweichungen beim init-Vorgang. Die FreeBSD-Instalation ist von der Slackware-Installation auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden. Das BSD-Ports-System ist allerdings etwas, was ich in der Slackware auch gerne hätte: "cd /usr/irgendwo/ports/irgendeine-software ; make ; sudo make install" und die Software wird heruntergeladen, gepatcht, übersetzt, getestet und installiert. Und mit einem "sudo make uninstall" ist sie wieder aus dem System ausgeklinkt. Klar, andere Linux-Distributionen wie Gentoo haben etwas ähnliches. Aber dort gibt es wieder so viel Zeug, was mich stört, dass ich mir meine Software lieber selber runterlade und installiere. Apache, Samba, und den Linux-Kernel übersetze ich immer selbst, SVN muß man leider auch selbst übersetzen, wenn man eine Perl-Anbindung haben will.
Alexander
Today I will gladly share my knowledge and experience, for there are no sweeter words than "I told you so".