Yerf!
du sagst, das HTML5 XHTML2 nicht verdrängen wird, aber genau das wird kommen.
Diese Aussage verkennt die Lage verkennt dass HTML 5 eine Neudefinition der derzeitigen HTML-Praxis mit Zusätzen und Vereinheitlichungen leistet. Diese Plattform ist selbstständig weiter gewachsen, hat unglaublich viel Quasi-Standards hervorgebracht, die jetzt spezifiziert werden. Diese Plattform existiert und entwickelt sich durch HTML 5 höchstens weiter.
Hm, so gesehen ist "verdrängen" vielleicht das falsche Wort, aber das Ergebnis bleibt: ein HTML 5 mit breiter Unterstützung durch die Browserhersteller lässt kaum Luft für ein 2. Hypertext-Format. Dafür sind sie dann doch zu ähnlich in ihrer Anwendung, auch wenn sie unterschiedliche Ansätze verfolgen.
Ja, aber warum nur? Weniger, weil die Browserhersteller kein Interesse an einer konsistenten Auszeichnungssprache wie XHTML 2 haben. Sie haben wenig Interesse, eine komplett neue Plattform zu implementieren.
Hier überwiegen wohl vor allem wirtschaftliche Überlegungen, dass man lieber das Vorhandene weiterentwickelt, anstatt einen Stillstand inkauf zu nehmen, bis eine neue Technologie einsatzbereit ist.
Browserquirks bei der Verarbeitung von HTML und beim Scripting - damit beschäftigt sich XHTML 2 gar nicht, weil es eine neue hypothetische Wunderwelt schafft, in der das gegenwärtige Web als Herausforderung für praxistaugliche Browser überhaupt nicht existiert.
Eben das ist es, was *ich* so gut finde. Aber ich muss leider immer wieder feststellen, dass die meisten Leute da eine andere Überzeugung haben.
Manchmal ist es besser alte Zöpfe abzuschneiden, als auf eine "gewachsene" Basis mit all ihren Problemen immer noch weiter was draufzubauen. (Ein anderes bekanntes Beispiel dafür ist für mich Windows)
Nun ist XHTML 2 aber nicht DOM 3 XHTML, und schon gar nicht der Versuch, bestehende JavaScript-Techniken zu standardisieren.
Dies hätte parallel dazu in einer eigenen Arbeitsgruppe stattfinden müssen...
Was will HTML5 dann sein, ein Ersatz für Flash, als Grundlage für ein "Web 3.0"?
Zuerst einmal eine Grundlage für User-Agents für den Umgang mit dem derzeitigen Web. Darüber hinaus stehen interaktive (bessere Formulare, Menüs, spezifische Medieneinbettung) und Scripting-Techniken im Vordergrund. Also durchaus ggf. JavaScript-intensive Webanwendungen.
Nur fürchte ich, das es wohl auch für die Szenarien verwendet werden wird, für die XHTML2 besser geeignet wäre, denn wer will schon 2 Techniken erlernen, wenn eine auch reicht?
Aber ich glaub die Diskussion hier führt zu nichts... Ich werd wohl damit leben müssen, dass HTML5 die Zukunft ist, genauso wie ich mit Windows als OS auskommen muss.
Gruß,
Harlequin
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