Hi,
Man sollte es mit Versionen nicht übertreiben. Aber sie bieten die Möglichkeit alte Fehler zu korrigieren, indem man bei einer Angabe einer alten Version beim bisherigen Verhalten bleibt und bei einer Angabe einer neueren Version die verbesserte Funktionalität verwendet.
Welches Fehlverhalten war in der Geschichte von HTML derart gravierend, daß man es über die Kenntnis der HTML-Version abfangen müßte?
Außer natürlich so manche dusselige Ideen der MS-Programmierer. >;->
BTW: IE-Chef Wilson ist auch der einzige der "Browserchefs", der für eine Versionierung ist - aus eben diesem Grund.
Er meint, eine Nicht-Versionierung wäre nicht durchzuhalten. Nun, wird werden sehen ... :)
Ohne Versionsangabe muss man immer bei dem alten Mist bleiben, der irgendwann mal "verbrochen" wurde. Meiner Meinung nach auch eines der Hauptprobleme von HTML5.
Tja nun, HTML 5 wurde wg. Abwärtskompatibilität entworfen. Wenn man was neues gewollt hätte, hätte man zum inkompatiblen XHTML wechseln können. Letzteres war nicht gewollt. Ersteres schon. Deswegen sind wir heute, wo wir sind.
Und wie die Webstatistiken von Google & Opera zeigen: Es gibt fast keine "standardkonformen" Seiten (im Sinne des W3C) - und die wenigen, die es mittels W3C-Bepperl von sich behaupten, validieren immerhin zur Hälfte auch nicht.
Und wieviele jammern hier im Forum immer wieder rum, das die Darstellung deswegen nicht passt? Erst mal ne Menge Fehler präsentiert zu bekommen und diese beheben zu *müssen* mag erst mal unschön erscheinen, aber es wird mit einem verlässlichen Ergebnis belohnt.
(seufz & Gebetsmühle anwerf) Es gibt Validitätsverstöße, die No-Gos sind, und es gibt Validitätsverstöße, die problemlos sind.
Das einzige Problem ist, daß ein Anfänger sich damit nicht auskennt. Ein weiteres Problem: Hier fehlt die Bereitschaft, zu Unterscheiden. Die Aussage "ist valide" ist für Anfänger und Faule (wobei das hier niemandem zum Vorwurf gemacht werden soll - schließlich helfen wir ja kostenlos).
Also "wg. mangelnder Validität" an sich, kann man *nicht* Rückschlüsse auf die Darstellung der Seite ziehen. Eine vailde Seite kann so "zerschossen" sein, wie eine invalide Seite perfekt in der Darstellung. Es ist ein Hilfsmittel, kein Gebetsbuch ...
... und wer möchte, kann auch gerne valide HTML 5 coden. Fakt ist aber, daß die Mehrzahl nicht valide codet. Punkt. Sei es, weil man weiß, worauf zu achten ist, sei es, weil man schlampt, oder sei es, weil der Editor keinen guten Code erzeugt.
Darüber zu weinen hilft nichts. Die paar Promille Autoren anzuführen, die hier um Hilfe nachsuchen, sind auch in keinster Weise relevant in der Masse des Webs.
Tja, manche Leute haben scheinbar kein Problem damit solange an der Seite rumzupfuschen bis sie funzt. Mir ist da eine definierte Vorgehensweise anhand von Regeln wesentlich lieber.
Dann mach das. Aber was hat das mit HTML 5 zu tun? Auch HTML 5 hat Regeln.
MS war da aber nicht alleine, auch Netscape hat da mit jeder Menge HTML-Erweiterungen gut nachgeholfen.
Erweiterungen != Pfusch
Aber wieso nicht HTML4 so lassen wie es ist und etwas neues, besseres aufsetzen?
HTML 5 ist besser (sagen die Entwickler ;-)). Und neuer ist V5 auch als V4. ;->
Weil man dann einen Doctype bräuchte um die 2 Varianten zu unterscheiden?
Wozu sollte man unterscheiden? Die DTD war für Validatoren interessant. In der Geschichte der HTML-Browser hat es *zu keinem Zeitpunkt* einen Browser gegeben, der sich für eine angegebene DTD interessiert hätte, noch war dies jemals geplant.
(Ähm, Microsoft arbeitet am HTML5 Standard mit?)
Nein. Man teilt aber die Ziele der WHATWG.
War nur so ein Seitenhieb auf die Glühbirnenproblematik[1]...
Tja, mein Vertrauen in Apple, Mozilla & Opera ist höher, als in das von MS. ;)
HTML wurde für WYSIWYG-Editoren geschaffen (zumindest hat doch einer der Entwickler mal gesagt, das niemand die Tags direkt in einem Editor eingeben sollte...)
LOL.
Nur leider ist an der Front nie was vernünftiges rausgekommen...
Also als HTML das Licht der Welt erblickte, war an SGML-Tools bereits kein Mangel. Daran wäre es IMHO nicht gescheitert ...
Der aktuelle Trend zum CMS/Blog könnte da Besserung bringen, allerdings sollten Templates nur diejenigen Leute bauen, die auch etwas davon verstehen...
Klar, Blog-Engines, die zwangsweise das Web mit XHTML beglücken, der dann aber in der Praxis auch zwangsweise zu invalidem XHTML-Code führt, haben die Standardistas echt weit vorangebracht (nochmal: LOL). >:->
SGML lehne ich ab, weil es viel zu viel Freiheiten lässt, die keiner braucht und nur Fehler provozieren.
Ist doch egal, wenn man einen guten Editor verwendet ... >;->
XML ist genau das richtige, aber eben auch nur ein Format zur beschreibung von Formaten, also nichts konkretes. Deshalb hätte ich gern ein sauberes Dokumentvormat auf der Basis von XML.
Dann codiere HTML 5 halt in XHTML-Syntax. ;->
XHTML2 wäre da ein guter Anfang.
Illusorisch, weil von den Browserherstellern nicht gewollt. Punkt.
Man mag über die Gründe streiten, aber das ändert nichts mehr am Ausgang der Diskussion.
... und auch wenn es in meiner Informatiker/Mathematiker/Logiker-Seele darob brutzelt: Das ist auch gut so.
Weshalb? Wenn ich fragen darf...
Ich will jetzt nicht zu sehr ausschweifen. Darum kurz: Das WWW wurde mit HTML ein fulminanter Erfolg, in dem jeder Dödel sich mitteilen kann. das alleine ist schon Grund genug.
Damit jeder die Möglichkeit hat im Web zu publizieren? Den meisten wäre doch schon mit einem *vernünftigen* WYSIWYG-Editor oder eben ein CMS-System, Blog, etc. gedient. Sie sollten die HTML-Tags eigentlich gar nicht zu sehen bekommen...
Warum nicht? Man kann sich (heutzutage) einen gescheiten Editor holen. Aber der Tag sei verflucht, an dem Hinz & Kunz nicht mehr ohne Editor in der Lage sein sollten, Web-Dokumente zu erstellen ...
... oder meinst Du, ein Binärformat, Ansätze gibt es dazu ja, wäre von Anfang an die bessere Lösung gewesen? MS-Webword vielleicht? >;->
Gruß, Cybaer
Man muß viel gelernt haben, um über das, was man nicht weiß, fragen zu können.
(Jean-Jacques Rousseau, Philosoph u. Schriftsteller)