Tom: Banken nicht anders behandeln als andere Unternehmen

Hello,

ich finde es unerträglich, dass man Unternehmen andes behandelt, als Banken, bzw. die Banken eine Sonderbehandlung erwarten.

Alle Banken, die ins schleudern kommen, müssten genauso nach dem Insolvenzrecht behandelt werden, wie Unternehmen, also zuviel gezahlte Löhne und Boni zurückverlangen, usw.

Und die Verantwortlichen müssen zur rechenschaft gezogen werden.

Liebe Grüße aus Syburg bei Dortmund

Tom vom Berg

--
Nur selber lernen macht schlau
http://bergpost.annerschbarrich.de
  1. Tachchen!

    Alle Banken, die ins schleudern kommen, müssten genauso nach dem Insolvenzrecht behandelt werden, wie Unternehmen, also zuviel gezahlte Löhne und Boni zurückverlangen, usw.
    Und die Verantwortlichen müssen zur rechenschaft gezogen werden.

    In welcher Branche werden denn Löhne zurück verlangt bei schlechter Arbeit?
    Und wenn du möchtest, dass die "Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen"
    werden, dann zeige deine persönlichen Kandidaten in dieser Richtung an.
    Dann wird auch gegen sie ermittelt.

    Anschließend können wir uns dann darüber unterhalten, ob es sinnvoll und
    gewollt ist, Banken an dieser Stelle gleich zu behandeln ... was sicherlich
    auch nicht einfach und pauschal zu beantworten ist.

    Gruß

    Die schwarze Piste

    --
    ie:{ fl:( br:^ va:) ls:# fo:) rl:( n4:& ss:{ de:] js:| ch:? mo:) zu:$
    unbezahlbare Fotografie
    1. Hi

      In welcher Branche werden denn Löhne zurück verlangt bei schlechter Arbeit?
      Und wenn du möchtest, dass die "Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen"
      werden, dann zeige deine persönlichen Kandidaten in dieser Richtung an.
      Dann wird auch gegen sie ermittelt.

      Insolvaenzverwalter können, wie ich selbst mal erfahren musste, die Löhne der Mitarbeiter der letzten drei Monate zurückfordern.

      Gruß
      Ole
      (8-)>

      --
      Das Wort Vegetarier kommt aus dem Indianischen und bedeutet: Zu dumm zum Jagen.
      1. Tachchen!

        Insolvaenzverwalter können, wie ich selbst mal erfahren musste, die Löhne der Mitarbeiter der letzten drei Monate zurückfordern.

        Öhm ... falsche Reihenfolge. ;-)
        Für deinen - ohnehin eher selten greifenden - Fall brauchen wir erst die
        Insolvenz, dann die Rückforderung. Zurückfordern zur Abwendung der Insolvenz
        geht AFAIK nicht.
        Und mit schlechter Arbeit hat das ganze natürlich überhaupt nichts zu tun.

        Gruß

        Die schwarze Piste

        --
        ie:{ fl:( br:^ va:) ls:# fo:) rl:( n4:& ss:{ de:] js:| ch:? mo:) zu:$
        unbezahlbare Fotografie
        1. Ahoi,

          da hab ich dich wohl missverstanden. Tom erwähnte ja das Insolvenzrecht und da du den Passus zitiert hast, fand ich es passend :)

          Montage sind schrecklich ;)

          Gruß
          Ole
          (8-)>

          --
          Das Wort Vegetarier kommt aus dem Indianischen und bedeutet: Zu dumm zum Jagen.
      2. Moin!

        In welcher Branche werden denn Löhne zurück verlangt bei schlechter Arbeit?
        Und wenn du möchtest, dass die "Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen"
        werden, dann zeige deine persönlichen Kandidaten in dieser Richtung an.
        Dann wird auch gegen sie ermittelt.

        Insolvaenzverwalter können, wie ich selbst mal erfahren musste, die Löhne der Mitarbeiter der letzten drei Monate zurückfordern.

        Firmeninsolvenzen zeichnen sich im Allgemeinen dadurch aus, dass die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens sich in allen Bereichen auswirkt, also gleichmäßig sowohl die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten, Dienstleistern, Mitarbeitern, Sozialversicherungen und dem Staat nicht mehr bedient werden können.

        Die Mitarbeiter haben den Vorteil, dass der Staat für nicht gezahltes Gehalt der letzten drei Monate vor dem Insolvenzereignis einspringt (Insolvenzausfallgeld). Insofern ist es nur folgerichtig, dass der Insolvenzverwalter für den Fall, dass innerhalb dieser Zeit noch Gehaltszahlungen erfolgten, aber sonst keine Gläubiger bedient wurden, diese Ungleichbehandlung rückgängig gemacht wird.

        Meinem Kenntnisstand entzieht sich, ob Insolvenzausfallgeld pauschal allen Mitarbeitern zusteht, oder ob eine Unterscheidung gemacht wird, je nach Grad der Weisungsberechtigung. Der Geschäftsführer oder Vorstandsvorsitzende dürfte vermutlich nicht damit rechnen, seine nicht zahlungsfähige Vergütung vom Arbeitsamt ersetzt zu bekommen.

        - Sven Rautenberg

        --
        "Love your nation - respect the others."
        1. Meinem Kenntnisstand entzieht sich, ob Insolvenzausfallgeld pauschal allen Mitarbeitern zusteht, oder ob eine Unterscheidung gemacht wird, je nach Grad der Weisungsberechtigung.

          Sagen wir es so: Ist der Mitarbeiter als Arbeitnehmer im Sinne von § 183 SGB III anzusehen, dann steht ihm Insolvenzgeld zu, auch wenn er Vorstandsvorsitzender oder Geschäftsführer ist. Bei Interesse: BSG-Urteil vom 04.07.2007.

          Der Geschäftsführer oder Vorstandsvorsitzende dürfte vermutlich nicht damit rechnen, seine nicht zahlungsfähige Vergütung vom Arbeitsamt ersetzt zu bekommen.

          Kann man so pauschal nicht sagen, s.o.

          Siechfred

          --
          Das Festgeld ist sicher.
    2. Hello,

      In welcher Branche werden denn Löhne zurück verlangt bei schlechter Arbeit?

      Schlechte Arbeit war nicht gemeint, sondern die üblichen Rückforderungen bei Insolvenz, sowohl für Entnahmen von vermeintlich Berechtigten, Kapitalverschiebungen, als auch überhöhten Gehältern und Provisionen.

      Es könnte ja auch geminschaftlicher Insolvenzbetrug eines internationalen Bankenkartells vermutet werden. Das wäre dann natürlich ganz deftig. Unvorstellbar ist es aber nicht.

      Ich habe da mal den Film "Zeitgeist" gesehen. Damals habe ich ihn als netten Business Fiction Film angesehen, aber nachdem nun diese "Krise" überuns schwebt, fange ich an, ihn immer ernster zu nehmen.
      Den Film kann man aus dem Internet herunterladen.

      Liebe Grüße aus Syburg bei Dortmund

      Tom vom Berg

      --
      Nur selber lernen macht schlau
      http://bergpost.annerschbarrich.de
  2. Es geht nicht um Banken oder um Bauunternehmer (erinnert sich noch jemand an Holzmann?), sondern darum, die öffentliche Meinung über die Wirtschaftslage zu beruhigen.

    Dass die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen werden, ist allerdings hierzulande gang und gäbe (man denke nur an Ackermann, der ein paar Peanuts verspielt hatte).

    Der Grund besteht darin, dass die Verträge der Manager keine persönliche Haftung vorsehen. Wenn Du je ein großes Unternehmen aufbaust, solltest Du die Unternehmenssatzung vielleicht dementsprechend schreiben, dass jeder nicht nur Kompetenzen, sondern auch persönliche Verantwortung hat...

    Gruß, LX

    --
    X-Self-Code: sh:( fo:) ch:~ rl:° br:> n4:& ie:% mo:) va:) de:] zu:) fl:{ ss:) ls:~ js:|
    X-Self-Code-Url: http://emmanuel.dammerer.at/selfcode.html
    X-Will-Answer-Email: Unusual
    X-Please-Search-Archive-First: Absolutely Yes
  3. ich finde es unerträglich, dass man Unternehmen andes behandelt, als Banken, bzw. die Banken eine Sonderbehandlung erwarten.

    Wieso denn? Geld steht schon immer über dem Gesetz.

    Alle Banken, die ins schleudern kommen, müssten genauso nach dem Insolvenzrecht behandelt werden, wie Unternehmen, also zuviel gezahlte Löhne und Boni zurückverlangen, usw.

    Und wer soll dann unsewre Politiker schmieren? Oder glaubst du, das ist bei denen Menschenfreundlichkeit?

    Und die Verantwortlichen müssen zur rechenschaft gezogen werden.

    Die Staatsanwaltschaft ermittelt ja schon. Und das verläuft genauso im Sand wie die Steuerhinterziehungen diverser Politiker. Du weisst doch, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

    Solange alle zufrieden sind (und das sind sie, solange die Kasse stimmt, egal aus welcher Quelle) passiert eh nix. Beu den Banken haben sie sich ja sogar im Jahr der Pleite noch heftigen Boni gezahlt.
    Ich weiss jetzt den Namen der bank nicht mehr, aber nach einem Verlust von 11 Milliarden, den der Steuerzahler aufbringen muss, haben siiich im gleichen Jahr die drei Manager Boni zwischen 550T€ und 800T€ selbst gezahlt.
    Und obwohl das Geld aus Steuern kommt, hat niemand was dagegen unternommen.

    1. Hello,

      ich hätte da 'ne Idee:

      Jeder banker, der mindestens in einem der letzten 5 Jahre über 500.000 Euro genommen hat, bekommt einen Knaus-Tabbert für 100.000 Euro mit und 500 Liter Sprit und ebensoviel hochwertiges Trinkwasser, sowie 24 Monatsrationen Hartz-IV-Food und wird für ein Jahr in die Wüste geschickt, dort wor der Bürgerkrieg tobt und die Leute an Wassermangel krepieren.

      Da kann er dann seinen Wert für die Gesellschaft beweisen.

      [Bitte Ironie-Detektor wieder ausschalten, das Posting ist hier gleich zuende]

      Liebe Grüße aus Syburg bei Dortmund

      Tom vom Berg

      --
      Nur selber lernen macht schlau
      http://bergpost.annerschbarrich.de
  4. Kannst Dich ja hier dranhängen:
    http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1224404629151

    Siechfred

    --
    Die Rente ist sicher!
    1. Hello Siechfred,

      Kannst Dich ja hier dranhängen:
      http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1224404629151

      DAS ist ein wirklich interessanter Link. Vielelicht kann man das unterstützen.
      Es wäre eine Chance, den _ungezügelten_ Kapitalismus wieder etwas einzudämmen.

      Allerdings werden dann vermutlich auch nur wieder ein paar neue Chaosregeln herauskommen, die doch nur wieder die Allgemeinhait reglementieren und für die Großkopferten wieder genügend Ausnahmeregeln bereit halten :-(

      Liebe Grüße aus Syburg bei Dortmund

      Tom vom Berg

      --
      Nur selber lernen macht schlau
      http://bergpost.annerschbarrich.de
  5. Und die Verantwortlichen müssen zur rechenschaft gezogen werden.

    Ein solches Konzept gab es auf dem Planeten Erde bisher nicht.

    --
    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.
    Self-Code: sh:( ch:? rl:( br:> n4:( ie:{ mo:) va:) de:> zu:} fl:| ss:| ls:~ js:|
  6. Hi,

    Und die Verantwortlichen müssen zur rechenschaft gezogen werden.

    *das* ist genau der springende Punkt. Dass Banker und Topmanager Gehälter in Millionenhöhe kassieren, ist für unsereins schon schwer zu akzeptieren. Aber dass sie im Fall von Fehlentscheidungen nicht einmal für ihren Mist geradestehen müssen, ist eine Frechheit gegenüber den Bankkunden (bzw. jetzt den Steuerzahlern).

    So long,
     Martin

    --
    F: Was sagt der große Keks zum kleinen Keks?
    A: Du kannst dich jetzt verkrümeln.
    1. Hello,

      Und die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

      *das* ist genau der springende Punkt. Dass Banker und Topmanager Gehälter in Millionenhöhe kassieren, ist für unsereins schon schwer zu akzeptieren. Aber dass sie im Fall von Fehlentscheidungen nicht einmal für ihren Mist geradestehen müssen, ist eine Frechheit gegenüber den Bankkunden (bzw. jetzt den Steuerzahlern).

      Ich hoffe, dass es eine Art "Steinbrück IV" für die Geldinstitute und die Börsianer wird, die den Schaden verursacht haben und durch ihr Handeln Tausende von Menschen in Schwierigkeiten bringen. Das Spiel scheint aber alle sieben Jahre zu funktionieren in diesem Lande...

      Liebe Grüße aus Syburg bei Dortmund

      Tom vom Berg

      --
      Nur selber lernen macht schlau
      http://bergpost.annerschbarrich.de
    2. Tachchen!

      *das* ist genau der springende Punkt. Dass Banker und Topmanager Gehälter in Millionenhöhe kassieren, ist für unsereins schon schwer zu akzeptieren. Aber dass sie im Fall von Fehlentscheidungen nicht einmal für ihren Mist geradestehen müssen, ist eine Frechheit gegenüber den Bankkunden (bzw. jetzt den Steuerzahlern).

      Definiere "Fehlentscheidungen"!
      Und sage mir noch kurz deinen Beruf, damit ich spontan ein Beispiel bilden
      kann, bei dem du auch dagegen wärst, für deine Fehler gerade zu stehen. ;-)

      Gruß

      Die schwarze Piste

      --
      ie:{ fl:( br:^ va:) ls:# fo:) rl:( n4:& ss:{ de:] js:| ch:? mo:) zu:$
      unbezahlbare Fotografie