Moin Moin!
Hi,
für wie wahrscheinlich haltet ihr es, daß eine Platte wegen eines head-crash nicht mal mehr im BIOS erkant wird?
diese Wahrscheinlichkeit liegt meiner Ansicht nach bei etwa 0%.
Meiner Erfahrung nach ist die Wahrscheinlichkeit deutlich größer als 0. Nicht 100%, aber eben auch nicht 0.
Selbst wenn die Festplatte mechanisch Schrott ist, müsste sich immer noch der auf der Platine verbaute Microcontroller am Bus melden und identifizieren.
Das war einmal. Irgendwann haben die HDD-Hersteller gemerkt, das das (Flash-)ROM für die Firmware pro Byte relativ teuer ist, verglichen mit dem ohnehin vorhandenen Plattenstapel und dem ebenfalls immer vorhandenen RAM, das ursprünglich nur als Cache lief. Alle HDDs der letzten paar Generationen haben unabhängig vom Hersteller nur noch einen Bootloader im (Flash-)ROM stehen, gerade genug, um die eigentliche Firmware vom Plattenstapel(!) ins RAM zu lesen. Die paar MByte Plattenplatz für die Firmware sind bei GByte- und erst recht bei TByte-großen HDDs völlig irrelevant. Das ist übrigens auch die Erklärung für die "krummen" Cache-Größen mancher Platten: Der Hersteller hat 2^n MByte RAM verlötet, von denen die Firmware aber das eine oder andere MByte abzwackt.
So, und an dem Punkt gibt es auch das Problem mit der BIOS-Erkennung. Ist ein besonders großer Teil der Firmware auf dem Plattenstapel untergebracht, kann die Firmware sich nicht einmal mehr als defekte HDD gegenüber dem Host zu erkennen geben. Das ist ein unglückliches Design, denn wenigstens das sollte der Firmware-Boot-Loader schaffen.
Alexander
Today I will gladly share my knowledge and experience, for there are no sweeter words than "I told you so".