Hallo,
Selbst wenn die Festplatte mechanisch Schrott ist, müsste sich immer noch der auf der Platine verbaute Microcontroller am Bus melden und identifizieren.
Das war einmal. Irgendwann haben die HDD-Hersteller gemerkt, das das (Flash-)ROM für die Firmware pro Byte relativ teuer ist, verglichen mit dem ohnehin vorhandenen Plattenstapel und dem ebenfalls immer vorhandenen RAM, das ursprünglich nur als Cache lief. Alle HDDs der letzten paar Generationen haben unabhängig vom Hersteller nur noch einen Bootloader im (Flash-)ROM stehen, gerade genug, um die eigentliche Firmware vom Plattenstapel(!) ins RAM zu lesen.
das wusste ich noch nicht, danke. Ich habe mir zwar schon vor einigen Jahren gedacht, dass das doch eigentlich ganz pfiffig wäre; bekannt war mir das aber bislang nur von einigen NAS-Geräten. Bei denen hat das Prinzip noch den besonderen Charme, dass man die Firmware separat geliefert bekommt und separat auf die Platte aufspielen darf, bevor man sie in den NAS einsetzt. So hat man also gute Chancen, die Firmware nach eigenen Wünschen zu modifizieren.
Die paar MByte Plattenplatz für die Firmware sind bei GByte- und erst recht bei TByte-großen HDDs völlig irrelevant.
Völlig klar.
Das ist übrigens auch die Erklärung für die "krummen" Cache-Größen mancher Platten: Der Hersteller hat 2^n MByte RAM verlötet, von denen die Firmware aber das eine oder andere MByte abzwackt.
Hab ich noch nicht gesehen - andere Angaben als "2MB" oder auch "8MB", in seltenen Fällen auch "32MB" sind mir noch nicht begegnet.
So, und an dem Punkt gibt es auch das Problem mit der BIOS-Erkennung. Ist ein besonders großer Teil der Firmware auf dem Plattenstapel untergebracht, kann die Firmware sich nicht einmal mehr als defekte HDD gegenüber dem Host zu erkennen geben.
Ja, das ist logisch.
Das ist ein unglückliches Design, denn wenigstens das sollte der Firmware-Boot-Loader schaffen.
Full ACK.
Schönes Wochenende,
Martin
F: Was sagt die kleine Kerze zur großen Kerze?
A: Ich gehe heute nacht aus!