RFZ: Was tun, wenn man gegen eine Wand redet? (1&1)

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Hallo zusammen,
ich finde es schlimm, dass heutzutage kaum noch ein Provider einen Support zu bieten scheint, der auch nur annähernd in der Lage ist, mit dem Kunden zu kommunizieren.
Das geht mittlerweile so weit, dass man vorgefertigte Standard-Antworten nicht nur per Mail sondern auch per Post oder am Telefon erhält, selbst wenn die eigentlich Anfrage von einem völlig anderen Thema handelte.

Ich werde mal versuchen, meinen konkreten Fall genauer zu beschreiben.
Ich habe einen DSL Anschluss bei 1&1 und war anfangs damit sehr zufrieden. 2007 hatte ich dann plötzlich das Problem, dass tägliche Synchronisationsverluste meinen Surfspass deutlich beeinträchtigten. 1&1 hat damals gute 2 Monate gebraucht dieses Problem zu beheben, aber sie haben es geschafft (ich glaub zwar eher, dass es Zufall war, aber egal).
Im März 2008 kam das Problem aber wieder und seither habe ich ununterbrochen tägliche Synchronisationsverluste. Seit März melde ich diese Störung auch regelmäßig an 1&1.
1&1 tut dann nichts weiter als die Meldung an die T-Com zu geben und mir eine Woche später zu sagen, alles würde wieder funktionieren, was es natürlich nicht tut.
Also folgten im laufe des Jahres dutzende weitere Störungsmeldungen, immer das selbe Spiel.
Da ich damit nicht wirklich zufrieden bin, hab ich einen Blick in die AGB geworfen und gelesen, dass man ausserordentlich kündigen kann, wenn 1&1 die Störung innerhalb einer von mir angemessen gesetzten Frist nicht beheben kann. (Punkt 2.4, sofern das jemanden interessiert)

Also habe ich im August meiner Störungsmeldungen auch eine entsprechende Fristsetzung beigefügt und die E-Mail digital signiert (dies erwartet 1&1, alle meine E-Mails sind digital signiert).
1&1 antwortet mit der üblichen Standard-Mail (Störung an T-Com bla bla), kein Bezug zu meiner Fristsetzung.
Da ich hier entsprechende Klarheit haben wollte, antwortete ich 1&1 dass ich in meiner Mail eine entsprechende Frist setzte, und ihre fehlende Reaktion darauf als Akzeptieren selbiger werten würde. Darauf bekam ich wieder nur eine Standard-Mail, was für mich hieß, die Frist ist akzeptiert.
Behoben wurde das Problem natürlich nicht, weshalb ich auch später noch einmal eine weitere Mail, wieder mit Fristsetzung, schrieb. Auch hier keine Reaktion.

Beide Fristen waren dann abgelaufen, passiert ist nichts... Also suchte ich mich nach einem anderen Anbieter um und fand diesen schließlich.
Im November schrieb ich 1&1 per Post eine ausserordentliche Kündigung, bezog mich auf die weiterhin bestehenden Störungen, meine gesetzten Fristen und Ihre AGB.
Zurück bekam ich eine Mail: "Ihrer ausserordentlichen Kündigung können wir nicht entsprechen." Keine Begründung, lediglich die Bestätigung zur Kündigung zum Ende der regulären Vertragslaufzeit (Ende 2009).
Darauf erfolgte erneut ein Brief von mir, in welchem ich das Problem ausführlich beschrieben hatte. Wieder nur "Ihrer ausserordentlichen Kündigung können wir nicht entsprechen.", diesmal per Post.

Des weiteren setzte 1&1 eine erneute Entstörung des Anschlusses in Gange, denn wie man mir via E-Mail mitteilte, hätte 1&1 das Recht dazu, erst zu versuchen die Leistung wieder her zu stellen. Klar, selbiger Punkt in den AGB war ja mein Aufhänger für die Kündigung :D
Jedenfalls teilte mir 1&1 dann per SMS mit, das Problem sei behoben. War es natürlich nicht, und schon am nächsten Tag hatte ich einen 1&1 Mitarbeiter am Telefon, welcher mir sogar bestätigte, dass die Probleme weiterhin bestehen (sieht er ja in den Logs).
Es folgte wieder eine Kündigung von mir, welche von 1&1 erneut mit einem widerrechtlichen Versuch zur Entstörung beantwortet wurde.
Dieses Spielchen wiederholte sich im Dezember noch zwei mal.

Ende Dezember (mein angegebenes von mir gewünschtes Kündigungsdatum) trennte ich dann mein DSL Modem vom Netz und stellte meine künftigen Zahlungen ein. Mittlerweile war auch der Anschluss bei meinem neuen Provider geschaltet.

Heute kam nun eine E-Mail von 1&1, dass mein Zugang gesperrt wurde und ich innerhalb 14 Tage die nun offen stehende Rechnung zu bezahlen habe, andernfalls werde der Sachverhalt ohne weitere Benachrichtigung an den Rechtsanwalt weitergegeben.

Was hätte ich nun weiter tun sollen? Ich habe 1&1 etwa 20 E-Mails geschrieben, in welcher ich den Sachverhalt schilderte, keine dieser E-Mails wurde beachtet. Ich hab mich insg. drei mal schriftlich an 1&1 gewendet, auch dies wurde ignoriert.
Auch telefonisch habe ich etwa 5 mal versucht den Sachverhalt zu klären, dies scheiterte aber immer daran, dass kein Mitarbeiter befugt wäre, diese Angelegenheit am Telefon zu klären.

Ich habe wirklich alles versucht, aber man redet hier einfach gegen eine Wand. Auch heute hab ich 1&1 natürlich auf die Mail geantwortet, erklärt wieso ich nicht mehr zahle, und ausserdem beteuert dass ich alles versucht habe die Kündigung einvernehmlich durchzuführen.

Habt Ihr einen Rat für mich? Oder ähnliches erlebt?

Ich musste das jetzt einfach mal los werden ;)