at: Zusatzfrage: URL-Design

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Hallo.

Der Zusatz ist hier konkret so zu verstehen, dass SEO für mich nicht der einzige ausschlaggebende Punkt ist, wenngleich auch ein sehr wichtiger. Die Lesbarkeit für Menschen und die damit verbundene Intention (welcher bei der Mehrheit der Leser) die dadurch entsteht, ist ein weiterer Aspekt.

Hoffentlich ein wichtigerer.

Yep. Wenn man dann noch die überflüssige Einordnung in Kategorien weglässt, erhält man eine übersichtliche Lösung.
Hat dafür aber ein leicht verständliches Sortier-/ Selektionskriterium weniger.

Ein für den Nutzer nicht zwangsläufig nachvollziehbares. Wenn jeder Artikel nur einer Kategorie angehören soll, sucht der Nutzer unter Umständen sehr lange nach einem bestimmten Artikel, der in mehrere Kategorien passen könnte. Und wenn der Artikel in mehreren Kategorien zu finden ist, nennt sich das Tagging.

Von Tag-Clouds (zumindest so, wie sie u.a. von vielen Blogs verwendet wird) halte ich persönlich wenig bis gar nichts. Ich kann den Teilen nichts Positives abgewinnen.

Die Ausgestaltung ist ja Sache des Designers. Im Quellcode sind beides Listen.

Im übrigen kann ich dir bei einer übersichtlich gestalteten Seite nur raten, konsequent vorzugehen:
Ein Schema oder System macht imho immer nur dann Sinn, wenn es konsequent eingehalten wird. Insofern stimme ich dir voll und ganz zu.

Ich wollte damit nur den Einwand abwenden, dass manche Websites zu komplex sind und zu organisch funktionieren, um einem solchen Konzept konsequent folgen zu können. Denn das ist wohl leider so.

Warum sollte ich einem Besucher meiner Site, der sich extra die Mühe gemacht hat, die von mir bereitgestellte Suchfunktion zu benutzen, anschließend eine Seite mit einem 404er zurückliefern?

Weil er keinen Artikel erhält, der seinem Suchbegriff vollständig entspricht. Der Statuscode ist ja auch keine Beleidigung. Normalerweise sieht ihn der Nutzer ja nicht einmal.

Das erscheint mir nur dem anderen von dir genannten Fall sinnvoll, nämlich wenn er "blind" eine URL eingetippt hat, die es eben so nicht gibt. Zu versuchen, auf der 404er Seite auch gleich noch mögliche vorhandene Seiten anzubieten, die der Eingabe evt. zumindest nahe kommen, kann ja nicht schaden.

Diese Minimalanforderung war der Ausgangspunkt für meine Überlegungen.

Im Prinzip funktioniert dann die gesamte Navigation über die Suchfunktion, und die funktioniert auch dann, wenn man den Suchbegriff einfach an den Domainnamen hängt. Vertippt? Kein Problem, die 404-Seite liefert ja eine Liste von Ressourcen, die gemeint gewesen sein könnten. Auf den HTTP-Status 404 sollte man allerdings verzichten, sobald der Suchbegriff einem Tag entspricht, weil ansonsten die gesamte Tag-Wolke auf vermeintlich fehlende Seiten verweisen würde.
Eine mögliche "Inkonsistenz" deines Systems?

Ein für mich persönlich unnötiges Zugeständnis an den von dir für wichtig erachteten SEO-Kram. Aber im Sinne der Übersichtsseite für eine aus einem Tag generierte Kategorie nicht einmal eine Inkonsistenz, sondern eine Entsprechung der übrigen statischen Seiten.

Die einzigen Fälle, in denen das alles nicht funktionieren wird, sind die statischen Seiten, im wesentlichen also Kontakt/Impressum und About/Profil. Diese Begriffe lassen sich dann nicht als Einzelbegriff über die Suche finden, was aber sicher zu verschmerzen ist, zumal man ja einfach einen zweiten Suchbegriff eingeben kann, um zu einer Übersichtsseite zu gelangen.
Eine weitere mögliche "Inkonsistenz" deines Systems?

Nein, bei der Suche einen Volltreffer zu landen, ist keine Inkonstistenz, sondern ein beabsichtigter Glücksfall: Wer das Impressum über die Suchfunktion sucht, gelangt direkt dorthin. Dafür ist die Suchfunktion ja da. Denn dass es irgendwo auf der Website ein Impressum gibt, ist auch ohne Suche anzunehmen, und wer nicht dorthin will, wird kaum danach suchen.

Dass dies alles bei komplexen Websites nicht funktioniert, ist mir bewusst, aber so komplex muss ja kaum eine Website sein, wenn man sie nicht künstlich mit Kategorien oder ähnlichem verkompliziert.
Hmmm ..., also ich empfinde ein Register in einem vollen Aktenordner bspw. eher als hilfreich, denn als "Verkomplizierung". Die Einteilung/ Unterteilung durch das Register (~ Kategorien) muss nur möglichst eindeutig und für die Masse der Benutzer (intuitiv/ logisch) nachvollziehbar sein.

Erfahrungsgemäß funktioniert das nur leider nicht, weil man einfach nicht so weit planen kann, dass die Kategorien Bestand haben und sinnvoll genutzt werden. Und der Vergleich mit einem Aktenordner zeigt auch schon das Dilemma dieser Denkweise: Ein Aktenplan, also die Grundlage einer Orderstruktur, ist statisch, weil niemand mal eben für unterschiedliche Ansprüche alle Ordner umsortiert. Auch ist es bei Papier kaum sinnvoll, weil aufwändig und unökonomisch, für jedes Schlagwort eine Kopie der Akte anzulegen. Auf Websites hingegen funktioniert das sehr wohl, weil die serverseitige Technik diese Aufgabe übernimmt.
Kategorien sind nur dann eine ansatzweise befriedigende Lösung, wenn man nur Ordner kennt. Wer das Internet kennt, sollte wissen, wie unlogisch diese Denkweise dort ist. Man stelle sich vor, jedes Dokument im Web würde bei Google nur unter einer einzigen Kategorie in deren Ordner abgelegt. Stattdessen wird das Dokument natürlich verschlagwortet und ist fortan unter jedem dieser Tags zu finden.
MfG, at